Titelaufnahme

Titel
Ästhetische Selbstoptimierung : die Bedeutung von Schönheit und Schönheitshandeln unter Berücksichtigung von Geschlecht und Beziehungsstatus / vorgelegt von Christina Pölzler
Verfasser/ VerfasserinPölzler, Christina
Begutachter / BegutachterinWetterer Angelika
Erschienen2011
Umfang111 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Schönheit / Geschlechterforschung / Schönheit / Geschlechterforschung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-30433 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Für den Großteil der Menschen in der westlichen Gesellschaft spielt physische Schönheit eine wichtige Rolle. Viele alltägliche Handlungen sind bewusst oder unbewusst darauf ausgerichtet, sich schön zu machen bzw. sich attraktiver zu fühlen. Schönheit entsteht durch Aufwand und Leistung. Immer mehr Möglichkeiten tun sich auf, um die Selbstdarstellung für verschiedene Zwecke zu optimieren. Auf den ersten Blick erscheinen Verschönerungsmaßnahmen als routinisierte Praxen. Bei genauerer Betrachtung lässt sich jedoch eine weitaus größere Komplexität erkennen. Schönheitshandeln kann viele Formen annehmen und dient unterschiedlichen Funktionen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung des Schönheitshandelns junger Erwachsener zu betrachten und mit Hinblick auf die Kategorien Geschlecht und Beziehungsstatus zu untersuchen. Nach einer Einführung in das Thema Schönheit geht es um deren Praxis, d.h. um das Schönheitshandeln. Hierbei wird besonders auf Nina Degeles Konzept Bezug genommen. Da eine der Folgen des Sich-Schön-Machens die Geschlechtskonstruktion ist, wird in weiterer Folge der Ansatz des doing gender erläutert. Abschließend werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung vorgestellt. Hierzu wurde auf Fragebögen und Gruppendiskussionen zurückgegriffen. Die Gruppen, die sich durch Geschlecht und Beziehungsstatus unterschieden, setzten sich mit dem Thema sich schön machen auseinander. Unter den Befragten kamen Normalitätserwartungen zum Vorschein und konstruierte männliche bzw. weibliche Praxen wurden naturalisiert. Des Weiteren sind die Beweggründe des Schönheitshandelns oft von Widersprüchlichkeiten geprägt und das dahinter liegende Motiv der Selbstoptimierung besteht letztlich meist in dem Wunsch, Anerkennung zu erhalten. Man kann festhalten, dass sowohl der Beziehungsstatus der Männer und Frauen als auch das Geschlecht Differenzen im Schönheitshandeln produzieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Beauty plays an important role in the lives of most people in modern western societies. Consciously or unconsciously, many everyday acts are geared to beautify oneself or to make one feel more attractive. Beauty arises from effort and achievement. There are more and more opportunities to optimise self-expression for various purposes. At first sight acts aiming at making oneself more beautiful are routine acts. On closer consideration, however, things turn out to be more complicated. Beautification can take many different forms and functions. The aim of this thesis is to consider the importance of beautification among young adults, in particular with regard to the categories of gender and relationship status. After a general introduction beauty will be examined in its practical aspects, that is as beautification. The main point of reference will be Nina Degele. One of the consequences of making oneself more beautiful is the construction of gender. Because of this, the concept of doing gender will be considered. Finally, the results of the empirical investigation will be presented. The investigation was conducted in form of questionnaires and group discussions. The groups differed with respect to gender and relationship status and had to address the topic of making oneself beautiful. It turned out that there are expectations of normality and female practices are naturalized. Furthermore, the motives behind beautification are often inconsistent and the ultimate motive of self-optimization turns out to be a search for recognition in many cases. It can be concluded that both the relationship status of men and women and their gender produce differences in beautification.