Titelaufnahme

Titel
Die Atompolitik der EG/EU seit der Gründung der Euratom 1957 bis in die Gegenwart / vorgelegt von Barbara Remp
Verfasser/ VerfasserinRemp, Barbara
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer Anita
Erschienen2011
UmfangVI, 89 Bl. : Zsfassung ; Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Kernenergiepolitik / Europäische Union / Kernenergiepolitik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-30406 Persistent Identifier (URN)
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Die Atompolitik der EG/EU seit der Gründung der Euratom 1957 bis in die Gegenwart [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) wurde am 25. März 1957 gemeinsam mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft durch die Römischen Verträge geschaffen. Dieser Zusammenschluss der sechs Gründungsstaaten war von großem integrationspolitischem Wert: So erhoffte man sich dadurch einerseits eine nachhaltige Stabilisierung der von den beiden Weltkriegen geprägten, krisenreichen Situation Europas, wodurch der Ausbruch weiterer Kriege verhindert werden sollte. Andererseits konnte der befürchteten Energiekrise Europas durch die gemeinschaftliche Förderung des neuen Industriezweiges, der Atomenergie, vorgebeugt werden. Die Euratom stellt damals wie heute das Grundgerüst der europäischen Atompolitik dar. Als supranationale Organisation erlässt sie seit ihren Anfängen eine Vielzahl verbindlicher Rechtsakte, Forschungsprogramme und Gesundheitsschutzmaßnahmen, welche die Atompolitiken ihrer Mitgliedstaaten koordinieren und unter ein gemeinsames Regelwerk stellen. Zu den primären Zielen des EAGV gehören unter anderem die Förderung der Kernenergieforschung und die Verbreitung des dadurch erlangten Wissens. Demzufolge vergibt die Gemeinschaft seit 1958 in regelmäßigen Abständen Forschungsprojekte. Derzeit gilt das siebte Rahmenprogramm der Euratom, welches mit einem Budget von insgesamt 2,7 Mrd. Euro die Weiterentwicklung der Fusionsenergie und des Strahlenschutzes zum Ziel hat. Um die Sicherheit in Bezug auf Bevölkerung und Arbeitende zu gewährleisten erlässt die Euratom seit 1958 Grundnormen-Richtlinien, welche Sicherheitsstandards für den Umgang mit radioaktiver Strahlung und deren Grenzwerte festlegen. Ende 2010 waren weltweit 443 Kernkraftwerke in 30 verschiedenen Ländern in Betrieb, 143 davon in Europa. Etwa ein Drittel der in der EU verbrauchten Elektrizität wird gegenwärtig aus Atomenergie gewonnen, was die Bedeutung der Euratom veranschaulicht. Dennoch hat sich die Wertschätzung hinsichtlich der Atomenergie seit ihrer Entdeckung deutlich geändert.

Zusammenfassung (Englisch)

The European Atomic Energy Community (Euratom) was established together with the European Economic Community through the Treaties of Rome on 25th March 1957. This integration of the six initial member states was a milestone in European history and particularly supposed to stabilise the challenging situation in Europe after the impacts of the two World Wars. Promoting the economy and investing in research on the new industrial sector, the atomic energy, should on one hand lead to a prevention of other wars and on the other hand help to overcome the predicted lack of energy in European countries. The Euratom and its Treaty form the legal framework for the European nuclear policy and help to coordinate and combine the different national nuclear policies of its member states. As a supranational organisation Euratom is entitled to enact legally binding regulations and directives, develop programmes for nuclear research and issue procedures to increase health and safety standards regarding the exposure of radiation in the European Community. One of the most important aim of the Euratom is to support the research on nuclear fission in terms of safety, efficiency and competitiveness, as well as spreading the knowledge over the members of the Community. Since 1958 Euratom frequently assigns Framework Programmes for nuclear research. Currently the Seventh Framework Programme is in effect and has a budget of 2,7 billion ?. Its main objectives are to develop fusion energy and improve radiation protection. Since 1958 Euratom enacts directives, which are designed to establish uniform safety standards and sets exposure limits to protect the health of workers and the public against the dangers of ionising radiation. At the end of 2010 there were 443 nuclear power plants worldwide spread out in 30 different countries, whereupon 143 are situated in Europe. At this stage approximately one third of the whole electricity consumed in the European Union comes from nuclear power.