Titelaufnahme

Titel
"Des schau I ma an..." : eine soziologische Analyse von Vorurteilen im Österreichischen Film / Bettina Renzler
Verfasser/ VerfasserinRenzler, Bettina
Begutachter / BegutachterinMoebius Stephan
Erschienen2011
Umfang190 Bl. : 2 Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Film / Vorurteil / Österreich / Film / Vorurteil / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-30385 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
"Des schau I ma an..." [1.49 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Filme sowie Vorurteile erzeugen beziehungsweise bestätigen Einstellungen und Überzeugungen. Die vorliegende Masterarbeit kombiniert die beiden Phänomene und stellt sich die Frage, ob anhand von Vorurteilen aus ausgewählten österreichischen Filmen der 2000er Jahre, etwas Landestypisches herausgefunden werden kann. In einer wissenssoziologischen Einbettung finden folgende Thesen Einsatz: Filme haben eine Spiegelfunktion und können deshalb, wenn auch auf verschiedene Arten, tatsächliche Verhältnisse reflektieren. Vorurteile stellen ein verfestigtes, kollektiv geteiltes Wissen dar und können infolgedessen etwas über (Wert-) Haltungen und Denkmuster einer Gruppe/Nation aussagen. Nach einer theoretischen Klärung der Thesen, die zusätzlich mit Ergebnissen von selbst durchgeführten ExpertInneninterviews genährt wird, erfolgt die empirische Untersuchung der Vorurteile in den ausgewählten Filmen. Grundsätzlich bietet die Grounded Theory die methodische Grundlage, wobei der Forschungsprozess kein linearer, sondern ein datenbezogener ist. Die Arbeitsschritte Erhebung, Ordnung zu Konzepten, Vergleich, Kontrastierung, Interpretation und Erstellung von Querverbindungen erfolgen also je nach Notwendigkeit. Was die Filmanalyse an sich betrifft, so wurde eine eigene Methodik erarbeitet, wobei ausschließlich sprachliche Äußerungen von Vorurteilen erhoben und auf verschiedenste Aspekte hin untersucht werden. Aus den verschiedenen Vorurteilen konnten unterschiedliche Kategorien gebildet werden, die in weiterer Folge ein gegenstandsverankertes Modell zu Tage förderten: Das ÖsterreicherInnenbild im Film wird demnach durch eine "Resignations- und Anpassungshaltung" gepaart mit einer "Schimpfkultur" präsentiert. Dieses Modell wird anhand vieler Beispiele demonstriert und erklärt. Eine Übereinstimmung mit diverser Literatur zeigt, dass auch die literarische Reflektion von ÖsterreicherInnen ähnlich erfolgt.

Zusammenfassung (Englisch)

Films as well as prejudices evoke and confirm attitudes and beliefs. This master thesis combines the two phenomena film and prejudice and states the question whether prejudices displayed in selected Austrian films of the 2000s can be considered as country-specific. On a basis of the sociology of knowledge there are two main theses which can be explained as follows: Films have a (mirror-)function to reflect actual circumstances. Prejudices are persistent and collectively shared knowledge. Therefore they tell about values, attitudes and patterns of thought. Primarily, the theses are theoretically explicated and supported with results of personally selected and conducted expert interviews. Then, the prejudices in the selected films are analyzed. As a methodical basis the Grounded Theory was chosen because the analysis process is not linear but data-dependent. Data collection and organization, comparison and contrasting, interpretation and generating cross-connections were conducted as necessary. Concerning the film analysis a special method was developed, examining solely verbalized prejudices. In the actual analysis process categories of prejudices and connections between those categories could be built. In the end, the result was a data-grounded model which consists of two main characteristics and can be described as follows: The picture of the Austrians in the selected films presents an "attitude of resignation and adaption" as well as a ?rant and rave culture? which affect one another. This model is demonstrated and explained by numerous examples. An accordance with literature about the Austrians shows that the literary reflection is carried out similarly.