Titelaufnahme

Titel
Auswirkung unterschiedlicher Pausenregime auf die Beanspruchung und Erholung beim Bergsteigen in mittleren und extremen Höhen unter Berücksichtigung bioklimatischer Aspekte / eingereicht durch Alexander Avian
Verfasser/ VerfasserinAvian, Alexander
Begutachter / BegutachterinKallus, Konrad Wolfgang ; Moser, Maximilian
Erschienen2011
UmfangXVI, 204, 98 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Bergsteigen / Belastung / Pause / Bergsteigen / Belastung / Pause / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-29884 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkung unterschiedlicher Pausenregime auf die Beanspruchung und Erholung beim Bergsteigen in mittleren und extremen Höhen unter Berücksichtigung bioklimatischer Aspekte [7.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der verminderte Sauerstoffpartialdruck in der Höhe führt zu Anpassungsreaktionen im menschlichen Körper, die ein optimales Überleben in dieser Umgebung ermöglichen sollen. Es kommt aber dadurch auch zu Einschränkungen in den physiologischen Reaktionsmöglichkeiten ? z.B. verlängerte Regenerationszeiten, schlechterer Schlaf ? und zum Auftreten der unterschiedlichen Formen der Höhenkrankheit, deren Prävalenz mit der Höhe zunimmt. Neben anderen Einflussfaktoren auf die Entstehung der Höhenkrankheiten wird als begünstigender Faktor die Beanspruchung diskutiert. In der Arbeitspsychologie konnte gezeigt werden, dass eine Umgestaltung des Pausenregimes zu einer Veränderung der Beanspruchung führen kann. Um zu überprüfen, ob durch geänderte Pausenregime die Beanspruchung beim Bergsteigen beeinflusst wird, wurden in großen Höhen in einer Längsschnittstudie selbst gewählte Pausenregime und in mittleren Höhen in einer Querschnittstudie vorgegebene Pausenregime und der Einfluss der Beanspruchung auf die Symptome der akuten Höhenkrankheit untersucht.In beiden Studien konnte eine Veränderung der Beanspruchung beobachtet werden. In mittleren und in großen Höhen zeigt sich, dass mit einer Abnahme der Belastungslänge die Herzrate und der Herzfrequenzvariabilität direkt nach der ersten Pause positiv beeinflusst wird, und die Anstrengung sinkt. In großen Höhen konnten weitere positive Effekten vor allem in jenen Parametern, die mit der Atmung in Verbindung gebracht werden, beobachtet werden. Weiters wurde ein Zusammenhang zwischen der Herzrate bzw. der empfundenen Anstrengung und der akuten Höhenkrankheit gefunden.Da eine Beeinflussung der Beanspruchung durch Veränderungen im Pausenregime möglich ist, und auch ein Zusammenhang zwischen der Beanspruchung und dem Auftreten der Symptome der Höhenkrankheit gezeigt werden konnte, kann vermutet werden, dass optimierte Pausenregime das Risiko für die Höhenkrankheit reduzieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The reduced availability of oxygen in the air (hypoxia) at high altitude induces several reactions in the human body. These reactions ensure an optimal performance of the body in the hypoxic environment. Increasing hypoxia leads however to increasing physiological and psychological impairments. A further consequence of hypoxia is altitude illness. Aside from other risk factors physical strain might be important in developing high altitude illness. In work psychology it could be shown, that a modification of a work/rest schedule induces changes in strain. The aim of this dissertation was to test whether a modification in climbing/rest schedules leads to a change in mountaineer?s strain. A study at very high altitude on self chosen climbing/rest schedules and at moderate altitude on experimental manipulated climbing /rest schedules was done. At moderate altitude the influence of strain on acute mountain sickness was also analyzed.In both studies a differences in strain depending on the climbing/rest schedule could be observed. At moderate and at very high altitude a reduction of the climbing phase duration was accompanied by a decrease in perceived exertion and at the beginning of the second climbing period by a decrease in heart rate and an increase in heart rate variability. At very high altitude a reduction of the climbing phase duration goes along with further changes in respiration associated heart rate variability parameters. At moderate altitude a correlation between high altitude illness related symptoms and heart rate and perceived exertion was observed.Considering the fact, that perceived exertion and heart rate can be changed by a modification of the mountaineer?s climbing/rest schedule and high altitude related symptoms are associated with perceived exertion and heart rate, an improvement of the mountaineer?s climbing/rest schedule may lead to an decreased risk of developing high altitude illness.

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