Titelaufnahme

Titel
Arbeitsrechtliche Strategien zur Krisenbewältigung ohne Personalabbau - innerhalb und außerhalb von Insolvenzen / von Martina Schauer
Verfasser/ VerfasserinSchauer, Martina
Begutachter / BegutachterinReissner Gert-Peter ; Nunner-Krautgasser Bettina
Erschienen2011
UmfangXVIII, 325 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Insolvenz / Krisenmanagement / Arbeitsrecht / Österreich / Insolvenz / Krisenmanagement / Arbeitsrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-29359 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Arbeitsrechtliche Strategien zur Krisenbewältigung ohne Personalabbau - innerhalb und außerhalb von Insolvenzen [1.02 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mittelpunkt der Dissertation stehen Strategien zur Bewältigung einer Unternehmenskrise ohne Abbau von Beschäftigungsverhältnissen - außerhalb und innerhalb von Insolvenzverfahren in der Fassung seit Inkrafttreten des IRÄG 2010.Der erste Teil der Arbeit besteht in der Darstellung ausgewählter arbeitsrechtlicher Strategien außerhalb von Insolvenzen mit allen Voraussetzungen, Risiken, Problemen und Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und auf den Arbeitnehmer selbst. Dazu gehören insbesondere Zeitpolster-Maßnahmen, Maßnahmen der Arbeitszeitflexibilisierung, der Arbeitszeitverringerung, der Entgeltgestaltung und Karenzierungs- und Aussetzungsvereinbarungen. Damit sollen einerseits die Risiken vermieden werden, die mit einer Arbeitskräftefreisetzung verbunden sind (Verlust des Know-hows), andererseits aber auch die damit im Zusammenhang stehenden Kosten gespart und effektiver eingesetzt werden.Der zweite Teil der Dissertation beschäftigt sich sodann mit der Krisenbewältigung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens. Hierbei sollen die Auswirkungen auf Arbeitsverhältnisse näher beleuchtet werden. Mein Ziel ist es hier zu verdeutlichen, dass eine Sanierung auch mit Hilfe des Insolvenzrechts möglich ist und die mit der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens verbundene Stigmatisierung beseitigt wird. Da in der überwiegenden Zahl der Fälle eine Sanierung ohne jegliche Auflösung von Arbeitsverhältnissen nicht möglich sein wird, werden im Detail die insolvenzspezifischen Auflösungsmöglichkeiten der Beteiligten im Sinne des § 25 IO erörtert, da diese dazu beitragen können, kollektive Arbeitsplätze zu sichern. Auch die übertragende Sanierung kann der Erhaltung der Mehrheit der Arbeitsplätze dienen, weshalb auf die diesbezüglichen Voraussetzungen und die Auswirkungen auf Arbeitnehmer näher eingegangen wird. Besonderes Augenmerk wird auf die Anwendung des § 3 Abs 2 AVRAG in der Fassung seit dem IRÄG 2010 und dessen Europarechtskonformität gelegt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The main focus of this dissertation are strategies to cope with a crisis without reductions of staff outside as well as within insolvency proceedings in the version valid since the coming into effect of the IRÄG 2010.The first chapter of this paper consists of a description of selected labour law related strategies outside of insolvency proceedings with all of its requirements, risks, problems and impacts on the economic position of the company as well as on the employees. It also includes particular ?time-pillow-measures?, measures of flexible working hours, measures of reductions in working hours, measures of payment-constitutions and agreements of maternity leave and suspensions. So the risks, which are associated with reductions in staff (loss of know-how) can be avoided on the one hand and on the other hand costs can be saved and thus money can be used more effectively.The second chapter deals with strategies of coping with a crisis in the context of the insolvency proceedings. In this connection, the impacts on industrial relations should be specifically highlighted. My purpose is to make clear, that a financial restructuring is also possible via insolvency law and that it is also possible to delete the stigmatisation, which is associated with the disclosure of an insolvency proceeding. In the majority of cases a reconstruction is not possible without any reductions in staff, so the specific possibilities of dissolution for the participants under § 25 IO will be discussed because they can add something to ensure collective industrial relations. Moreover, the ?transmitting reconstruction? can be helpful to maintain the majority of jobs, so I will go into detail about the specific requirements and the impacts on employees. Finally, special attention is given to the utilisation of § 3 Abs 2 AVRAG in the version valid since the coming into effect of the IRÄG 2010 and its conformity to the law of the European Union.