Titelaufnahme

Titel
"Tristan"-Dichtung damals und heute : Vergleich der "Tristan"-Versionen Gottfrieds von Straßburg und Eilharts von Oberg mit dem modernen "Tristan"-Roman "Das Herz des Königs" von Viola Alvarez sowie Analyse der in letzterem verwendeten Mittel der Bearbeitung / vorgelegt von Sylvia Radl
Verfasser/ VerfasserinRadl, Sylvia
Begutachter / BegutachterinSpreitzer Brigitte
Erschienen2011
Umfang100 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Tristanepik / Tristanepik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-29154 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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"Tristan"-Dichtung damals und heute [0.6 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit drei Versionen der Geschichte von Tristan und Isolde, und zwar mit den beiden ältesten in schriftlicher Form überlieferten, den Romanen von Eilhart von Oberg und Gottfried von Straßburg aus dem 12. Jahrhundert, sowie einer der neuesten, einem Roman von Viola Alvarez, der den Namen Das Herz des Königs trägt und 2003 erstmals erschienen ist. Der erste Teil der Arbeit ist dem inhaltlichen Vergleich der drei Fassungen sowie dem genaueren Vergleich der Figurengestaltung gewidmet. Im Inhaltsvergleich wird festgestellt, dass sich Alvarez? Roman hauptsächlich an Gottfried orientiert und nur wenige Elemente von Eilhart einarbeitet sowie etliche neue Akzente setzt. Der Figurenvergleich zeigt, dass Alvarez sich in der Gestaltung viele Freiheiten erlaubt und deutliche Modifikationen vornimmt, und auch, worin diese genau bestehen. Der zweite Teil widmet sich dem Roman Das Herz des Königs und den verschiedenen Schreibstrategien, die Viola Alvarez darin zum Einsatz bringt ? und warum sie dies tut. Dazu gehören ihre Verwendung von Realismus und Humor ebenso wie die Montage von fiktiven Quellen. Der dritte Teil der Arbeit analysiert die Intertextualität in Alvarez? Roman und mündet damit direkt in den letzten Teil, in welchem festgestellt werden soll, welcher Gattung oder auch Textsorte Das Herz des Königs zuzuordnen ist, Bezug nehmend vor allem auf das darin enthaltene hohe Ausmaß an Intertextualität. Ziel dieser Arbeit ist zu zeigen, wie und mit welcher Intention eine moderne Autorin heute mit einem so alten und oftmals bearbeiteten Stoff umgeht, sowie der Versuch, einen neuen Blick auf Texte mit hohem Intertextualitätsanteil zu werfen, Schwächen in der bisherigen Kategorisierung aufzuzeigen und die Einführung einer neuen Textsorte vorzuschlagen, beziehungsweise für deren genauere Erforschung im Rahmen der Literaturwissenschaft zu plädieren.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with three versions of the story of Tristan and Isolde: the two oldest survived in writing, the novels of Eilhart von Oberg and Gottfried von Straßburg from the 12th century and one of the latest versions, namely the novel ?Das Herz des Königs? by Viola Alvarez which was first published in 2003.The first part of my thesis is a comparison of the three versions with regard to content and character-design. It is found that Alvarez?s novel is based mainly on Gottfried, incorporates only a few elements of Eilhart and sets some new priorities. Character comparison shows that Alvarez takes some liberty in character design and makes substantial modifications and points out what exactly they are about. The second part focuses on the novel ?Das Herz des Königs? and the various writing strategies Alvarez uses and why she does so. These strategies contain the use of realism and humour as well as the insertion of fictious sources. The third part examines the intertextuality of the novel and the last part tries to classify the type of text the novel belongs to.Goal of this thesis is to show how and with which intention a modern author handles such an old and often processed material as well as the attempt to bring a new perspective to highly intertextual texts. It also tries to identify weaknesses regarding the existing classification and suggests the introduction of a new type of text to the canon and its more detailed exploration in literary studies.