Titelaufnahme

Titel
Fremde Sachen als Zubehör? / eingereicht von Ruth Ladeck
Verfasser/ VerfasserinLadeck, Ruth
Begutachter / BegutachterinBydlinski Peter
Erschienen2011
UmfangIV, 117, VIII Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Zubehör / Sachenrecht / Eigentum / Österreich / Zubehör / Sachenrecht / Eigentum / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-29092 Persistent Identifier (URN)
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Fremde Sachen als Zubehör? [1.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit ?Fremde Sachen als Zubehör?? beschäftigt sich mit der Frage, ob auch solche Nebensachen den Zubehörbegriff des § 294 ABGB erfüllen, die nicht dem Eigentümer der Hauptsache gehören. Der Meinungsstreit über das Erfordernis der Eigentümeridentität für den Zubehörbegriff ist zwar zunächst ein begriffliches Problem, von deren Beurteilung es abhängt, ob die schuld- und sachenrechtlichen Normen, welche das ABGB an den Zubehörbegriff anknüpft, auch auf fremde Nebensachen zur Anwendung gelangen können. Sein wahres Gewicht liegt jedoch in der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine fremde Nebensache das schuld- und sachenrechtliche Schicksal der Hauptsache (insbesondere einer Liegenschaft) bei ihrer Veräußerung oder Verpfändung teilt.Die zu dieser Frage vertretenen Meinungen werden ausgehend von den unterschiedlichen Ansichten zum Erfordernis der Eigentümeridentität und der daraus folgenden Anwendbarkeit der Zubehörnormen zu bestimmten ?Zubehörlehren? zusammengefasst. Ausgehend von der hinter den Lehren stehenden Dogmatik wird untersucht, inwiefern die schuldrechtlichen und sachenrechtlichen Zubehörnormen auf fremde Nebensachen zur Anwendung gelangen können. Letztlich geht es dabei um die zentrale Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen fremde Nebensachen gutgläubig miterworben werden können.Die Frage des Erfordernisses der Eigentümeridentität wird außerdem anhand der historischen Interpretation der Zubehörnormen auf den Grund gegangen sowie durch die Interpretation anderer Normen als der über das Zubehör, aus denen die Lehre das Erfordernis oder die Belanglosigkeit der Eigentümeridentität ableiten will. Bevor am Ende aus wertender Sicht Stellung bezogen wird, wird ein kurzer Blick auf die Regelung des Zubehörs im BGB geworfen, um vergleichsweise Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszustellen, die Aufschluss über die eigene Rechtslage liefern sollen.

Zusammenfassung (Englisch)

The diploma thesis ?Third Party Property As Appurtenances? deals with the question whether secondary property, which is not owned by the proprietor of the main issue, fulfills the appurtenance term in the definition of § 294 ABGB. The controversy over the requirement of owner identity for the appurtenance term was initially a problem of the term itself as the evaluation of the demand of owner identity leads to the applicability or non-applicability of the obligatory and property rights standards, which are linked to the appurtenance term of the ABGB, on foreign secondary property. But the emphasis of the controversy is the question whether and under what circumstances a foreign secondary property is a part of the obligatory and property legal fate of the main issue (especially immovable property) in case of alienation or bailment. The views expressed on this question are combined in specific ?Appurtenance Theories? based on the different perspectives of the demand of owner identity and consequentially the applicability of the appurtenance rights standards. Based on the dogmatics behind these theories it will be examined how the standards for obligatory and property appurtenance rights can be adapted for foreign secondary property. The central question of this thesis is whether and how foreign secondary property can be acquired in good faith.Furthermore, the question of the demand of owner identity will be analyzed based on a historical interpretation of the appurtenance rights standards as well as on an interpretation of other rights standards, which are deduced from the theory to answer the question of owner identity. Before a firm stand is taken at the end, there will be a short overview of the appurtenance rights standards in the German BGB, pointing out the differences and similarities to the Austrian appurtenance rights standards in order to make the Austrian legal framework clear.