Titelaufnahme

Titel
Zahnbehandlungsphobie: Eine EKG- und EMG-Studie zur Symptomprovokation bei Männern / Christian Haberknapp
Verfasser/ VerfasserinHaberknapp, Christian
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2011
Umfang102 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Mann / Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Mann / Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-29014 Persistent Identifier (URN)
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Zahnbehandlungsphobie: Eine EKG- und EMG-Studie zur Symptomprovokation bei Männern [2.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Diplomarbeit war es die psychophysiologischen Reaktionen während einer Symptomprovokation von Zahnbehandlungsphobikern und gesunden Kontrollpersonen mittels Elektrokardiogramm (EKG) und Elektromyographie (EMG) zu vergleichen. Zusätzlich wurden die subjektiven Bewertungen der Versuchspersonen (in den Dimensionen: Valenz, Arousal, Angst, Ekel, Ärger, Wut, Trauer und Überraschung) auf die dargebotenen Bildstimuli (vier Kategorien: Zahn, Ekel, Angst und neutral) erfasst. Bezüglich der EKG Messungen wurde untersucht sich ob die Reaktionen der Phobiker beim Betrachten von phobierelevanten- und Ekelbildern von denen der Kontrollgrupe unterschieden. Die EMG-Reaktionen in Vorgängerarbeiten deuten darauf hin, dass die Aktivität des m. corrugator supercilii Veränderungen in der Valenz widerspiegeln kann, also wie angenehm oder unangenehm ein Stimulus wahrgenommen wird. Beim m. levator labii superioris wird angenommen, dass er einen Indikator für das Ekelempfinden darstellt und seine Aktivität demzufolge den gefühlten Ekel abbilden kann. Die Ergebnisse der EKG-Messung beim Betrachten der Zahnbilder zeigten keinen signifikanten Unterschied zwischen der Phobiker- und der Kontrollgruppe. Allerdings deuten der Herzratenverlauf darauf hin, dass die Einteilung der Zahnbehandlungsphobie in die Gruppe der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobien angezweifelt werden kann. Die Reaktion auf Ekelbilder hingegen entsprach den Erwartungen und es kam in beiden Gruppen zu einer signifikanten Herzratendezeleration. Im Zuge der EMG-Messung konnten bei dieser Diplomarbeit keine signifikanten Ergebnisse erzielt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

It was the goal of this study to compare the psychophysiological reactions of dental phobics to a control group during symptom provocation. The participants were shown a series of 120 pictures (from the categories: ?tooth?, ?disgust?, ?fear? and ?neutral?) and during the presentation electrocardiography (ECG) and electromyography (EMG) from facial muscles were recorded. Additionally the participants rated the pictures on various dimensions (valence, arousal, fear, disgust, anger, fury, grief and surprise). Results show that disgust pictures provoke a significant heart rate deceleration in both groups, which is in accordance to previous findings. During the presentation of phobic (tooth) pictures no singnificant difference between the groups could be found, although the results indicate that the classification of dental phobia as a subgroup of blood, injection and injury phobias could be doubted. Concerning electromyography meassures no significant results could be obtained.