Titelaufnahme

Titel
"DirectorsDealings" am österreichischen Kapitalmarkt : eine empirische Analyse meldepflichtiger Tatbestände des § 48d Abs. 4 BörseG / Domenica Fucik
Verfasser/ VerfasserinFucik, Domenica
Begutachter / BegutachterinNiemann Rainer
Erschienen2011
UmfangIX, 73, XL Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Kapitalmarkt / Insidergeschäft / Österreich / Kapitalmarkt / Insidergeschäft / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28961 Persistent Identifier (URN)
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"DirectorsDealings" am österreichischen Kapitalmarkt [1.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Unternehmensinsider gelten aufgrund ihrer privilegierten Stellung als besser informiert über die Wirtschaftslage und künftige Erfolgsaussichten ?ihres? Unternehmens. Daher war es Ziel des 2005 in Österreich eingeführten § 48d Abs. 4 BörseG Informationsasymmetrien zwischen In- und Outsidern abzubauen, um damit die Marktransparenz zu erhöhen. Die, im Rahmen dieser Arbeit durchgeführte, empirische Analyse belegt, dass dieses Ziel verfehlt wurde. Unter Verwendung der, durch die Finanzmarktaufsicht offengelegten, Insidertransaktionen der Jahre 2005 bis 2010 kann unter Anwendung der Ereignisstudienmethodik bestätigt werden, dass Unternehmensinsider jedenfalls Gewinne in Form von signifikanten Überrenditen iHv. 0,48% innerhalb von fünf Tagen nach Durchführung der Kauftransaktion erzielen. Für Verkaufstransaktionen können keine derart eindeutigen Ergebnisse vorgelegt werden. Außerdem wird gezeigt, dass die Stellung des Directors hierbei eine wesentliche Auswirkung auf das Ausmaß der abnormalen Renditen hat. Ebenso korreliert die Höhe der abnormalen Renditen tendenziell positiv mit der Höhe des Tansaktionsvolumens und der Größe des Unternehmens. Imitierende Outsider können aufgrund der veröffentlichten Transaktionen jedoch keine Rückschlüsse auf den Unternehmenserfolg des betreffenden Emittenten ziehen. Die Ergebnisse demonstrieren folglich die Existenz eines mittelstreng infomationseffizienten Kapitalmarktes in Österreich. Des Weiteren wurde untersucht, ob für publizierte Directors' Dealings steuerlich induzierte Anreize nachgewiesen werden können. Die Resultate deuten darauf hin, dass die Aussicht auf beträchtliche Gewinne tendenziell einen größeren Einfluss als steuerliche Faktoren darstellt. Die im Rahmen dieser Untersuchung gewonnenen Resultate können als Grundstein für spätere wissenschaftliche Forschungsarbeiten im Bereich der, durch das Budgetbegleitgesetz 2011 eingeführten, Abgeltungssteuer gesehen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Company?s insiders are generally better informed about the prospects and value of their companies than outsiders are. According to that it was the intention of § 48d Abs. 4 BörseG, which has been introduced in Austria in 2005, to increase market transparency and reduce information asymmetries between in- and outsiders.With support of an empirical analysis based on records from the Directors? Dealings-database of the Austrian Financial Market Authority, this master thesis reveals that this objective has been missed. To test whether insiders and outsiders can earn abnormal profits associated with their trades during the years 2005 to 2010 an event study methodology was applied. The results show that insiders can earn significant cumulative average returns of 0,48% within the first five post-transaction days. Insider sale transactions aren?t that easy to interpret. The position of the insider within the firm has effect on the extent of the abnormal returns, which is consistent with the information hierarchy hypothesis. Executive and Board members act as contrarian investors and buy stocks after prices have fallen and sell stocks after prices have risen. It can be observed that the company?s size and the transaction volume also have significant impact on the magnitude of abnormal returns. Imitative outsiders can?t earn abnormal returns by following published Directors? Dealings, what indicates that the Austrian stock market is efficient in a semi-strong form.In addition to that examination it was also questioned if there are any fiscal incentives to conduct insider transactions. The results imply that chances for high profits have a greater impact on Directors? Dealings than fiscal incentives. These results present a cornerstone for subsequent studies that investigate changes due to the Finance Bill 2011 and the therewith introduced capital gains tax.