Titelaufnahme

Titel
Aufbau von Kollaboration beim Game Based Learning / Mathias Peinsold
Verfasser/ VerfasserinPeinsold, Mathias
Begutachter / BegutachterinPaechter Manuela
Erschienen2010
UmfangVIII, 184 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Problemlösen / Kooperatives Spiel / Kommunikation / Videokonferenz / Problemlösen / Kooperatives Spiel / Kommunikation / Videokonferenz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28768 Persistent Identifier (URN)
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Aufbau von Kollaboration beim Game Based Learning [2.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Multidisziplinäre Teams werden in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zunehmend benötigt um komplexe Probleme zu lösen. Dabei wird die Zusammenarbeit oft über computerbasierte Kommunikationssysteme wie Desktop-Videokonferenzen realisiert. Während computersimulierte Planspiele, wie Ecopolicy, entwickelt wurden, um komplexes Problemlösen zu fördern, können Kommunikationsprozesse durch strukturierte Problemlösetrainings unterstützt werden. Daher liegt der Fokus der vorliegenden Studie auf der Untersuchung von verbalen Kommunikationsprozessen in Gruppen während des Lösens komplexer Probleme. Darüber hinaus wurde als Ergebnis von Zusammenarbeit die Wissenskonvergenz, also die Ähnlichkeit im Spielverhalten während eines Einzelspiels, untersucht. Um die daraus folgenden Hypothesen zu überprüfen, wurden 52 Dreiergruppen untersucht, von denen 26 Gruppen ein Problemlösetraining erhielten.Als Hauptergebnis dieser Studie zeigte sich, dass das Problemlösetraining zwar keinen Einfluss auf die Anzahl der Redebeiträge in den verschiedenen Spielrunden hatte, jedoch auf die Gesprächsinhalte. Während koordinative Gesprächsbeiträge, durch das Problemlösetraining ansteigen, nehmen aufgabenirrelevante Äußerungen ab. Es zeigte sich, dass weniger erfolgreiche Gruppen mehr Redebeiträge während der Gruppenspiele tätigen als erfolgreichereGruppen, aber sich die Gesprächsinhalte nicht unterscheiden. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass die Anzahl der Gesamtredebeiträge in den Gruppenspielen die Wissenskonvergenz vorhersagen kann.Die Ergebnisse dieser Studie stimmen mit Ergebnissen zum komplexen Problemlösen darin überein, dass zu Beginn einer Kollaboration ausführlicher über das Problem gesprochen wird, um danach über Detailfragen zu diskutieren. Der Grounding-Theorie entsprechend benötigen weniger erfolgreiche Gruppen mehr Redebeiträge, um gegenseitige Verständigung zu erlangen. Zudem kann eine angeregte Diskussion die Identifikation mit dem gemeinsamen Gruppenprodukt erleichtern.

Zusammenfassung (Englisch)

Multi disciplinary teams are increasingly required in business, politics and science to solve complex problems. Collaboration is often implemented using computer-supported communication systems such as desktop video conferences. Computer games like Ecopolicy have been developed to support complex problem solving in group situations. Communication processes can be improved by problem solving scripts which support negotiation processes. This study focuses on the process of verbal communication processes concerning collaboration. On the one hand, the influence of a problem solving script on collaboration was examined. On the other hand, it was investigated, if more or less successful groups differ in their communication processes. Furthermore, the knowledge convergence ? as an affect of group processes ? was investigated. Therefore 52 groups consisting of three people were analyzed while 26 of them received a problem solving script. The main task was to merge different expertises dealing with complex problem situation. The main finding of this study showed that the problem solving script itself had no influence on the number of inputs in different rounds, but influenced the content of a discussion. Another result yielded differences between more successful groups and less successful groups within the communication process. Less successful groups showed a higher number of inputs per round. The total number of comments can predict knowledge convergence in a single player game, which follows the group games. The findings of this study are consistent with prior results concerning complex problem solving: participants, who are elaborating the discussion about the problem at the beginning, argument about the problem in more detail afterwards. According to the Grounding-Theory it takes less successful groups more inputs to achieve negotiation. In addition, a lively discussion can facilitate the identification with the common group product.