Titelaufnahme

Titel
Veränderungen von "Geschlechtlichkeit" im Kontext allgemeiner Informalisierung mit Pop / vorgelegt von Julia Christine Weinzödl
Verfasser/ VerfasserinWeinzoedl, Julia Christine
Begutachter / BegutachterinJauk Werner
Erschienen2011
Umfang126 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Popmusik / Geschlechterrolle / Popmusik / Geschlechterrolle / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28740 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Veränderungen von "Geschlechtlichkeit" im Kontext allgemeiner Informalisierung mit Pop [0.66 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit geht der Frage nach, inwieweit Informalisierungsprozesse in der zweiten Hälfte des 20. Jh. Veränderungen von Geschlechtlichkeit in der Popmusik mit sich bringen. Diese Veränderungen werden einerseits an außermusikalischen Signalen ausgemacht, nämlich an Imagedarstellungen und Selbstinszenierungen der KünstlerInnen, und andererseits an innermusikalischen, nämlich am Wandel von Stimme und Sound im Laufe der Zeit.Der erste Abschnitt beleuchtet gesellschaftliche Prozesse, wie Individualisierung, Pluralisierung, die zunehmende Auflösung formeller Grenzen, die Emanzipation des Menschen von gesellschaftlichen Zwängen und die Entwicklung hin zu einer postmodernen Gesellschaft. Der zweite Teil beschäftigt sich mit definitorischen Aspekten des Geschlechterbegriffes, zeigt postmoderne Gendertheorien auf und gibt einen chronologischen Überblick über die Wandlung des Geschlechterbildes im 20. Jh.Der dritte Teil widmet sich der Popmusik, ihrer historischen Genese und ihrer Entstehung als Informalisierungsschub, der sich in ihrem Protestcharakter, ihrem neuartigen Verhältnis zur Körperlichkeit, und in den durch technische Innovationen veränderten Rezeptions- und Produktionsmöglichkeiten widerspiegelt. Ein vierter Teil diskutiert die Geschlechtlichkeit von Popmusik und zeichnet die unterschiedlichen Inszenierungen von Geschlecht in chronologischer Abfolge von den 50ern bis heute nach. Besondere Betrachtung erhielten der Mainstream-Pop, sowie deutliche Beispiele für gängige Geschlechterrollenbilder und deren Dekonstruktion in sogenannten Gegenkulturen, wie dem Punk, dem HipHop oder dem Heavy Metal. Unterschiedliche Geschlechterbilder im Laufe der Popmusik werden aufgezeigt und analysiert. Die Reflexion beginnt bei Elvis Presley, dem Rock?n?Roll und der traditionellen Frauenrolle der 50er und endet im Pop der Gegenwart, bei Lady Gaga & Co., bei der zunehmenden Durchmischung der Geschlechterrollen und dem inszenierten Spiel mit diesen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines to what extent processes of informalization evoke changes of sexuality in pop music. These changes are on the one hand identified in extra-musical signals, for instance in representations of images and self-dramatization of artists. On the other hand they are determined in intra-musical elements, like the alteration of voice and sound over time.The first section highlights social processes, such as individualization, pluralization, the breakup of formal boundaries, the emancipation of man from social constraints and the evolution towards a post-modern society.The second part addresses definitional aspects of the gender concept, provides post-modern gender theories and gives a chronological overview of the transformation of gender images in the 20th century.The third part deals with popular music, its historical genesis and its emergence as a boost of informalization. This last point is shown in the character of protest of popmusic, its new relationship to physicality, and new opportunities for reception and production induced by technical innovations.The fourth section is dedicated to the sexuality of pop music and the different stagings of gender in a chronological sequence from the 50s until today. Special consideration is given to mainstream pop as well as to some significant examples of common gender roles and their deconstruction in so-called counter-cultures, such as punk, hip hop or heavy metal. Different gender images in the course of pop music are presented and analyzed. The reflection starts with Elvis Presley, the rock and roll and traditional female roles of the 50s and ends with the pop of the present, with Lady Gaga & Co, and its increasing mixture of and play with various gender roles.