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Titel
Kardiovaskuläre Reaktionen hoch und niedrig sozialängstlicher Personen unter freier und instruierter Stressorantizipation sowie Stressorkonfrontation / Teresa Froschhauser
Verfasser/ VerfasserinFroschhauser, Teresa
Begutachter / BegutachterinGramer Margit
Erschienen2011
UmfangVIII, 298 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sozialangst / Stress / Kardiovaskuläres System / Sozialangst / Stress / Kardiovaskuläres System / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28700 Persistent Identifier (URN)
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Kardiovaskuläre Reaktionen hoch und niedrig sozialängstlicher Personen unter freier und instruierter Stressorantizipation sowie Stressorkonfrontation [7.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Effekte von sozialer Angst und antizipatorischer Verarbeitung auf kardiovaskuläre, emotionale und kognitive Reaktionen während der Konfrontation mit sowie der Antizipation und Erholung von der sozial-evaluativen Stresssituation Selbstpräsentation. 80 weibliche Studierende mit hoher oder niedriger sozialer Angst hatten nach einer freien bzw. instruierten Antizipationsphase eine Rede vorzubereiten und zu halten. Während der Stressorantizipation bewirkte instruierte (gegenüber freier) Antizipation signifikant höhere Anstiege von Herzfrequenz und negativen Emotionen. Niedrig-Sozialängstliche zeigten verglichen mit Hoch-Sozialängstlichen nur unter freier Antizipation ein signifikant geringeres Ausmaß antizipatorischer sowie ein tendenziell geringeres Ausmaß negativer retrospektiver kognitiver Prozesse. Nur freie Antizipation bewirkte, dass Niedrig-Sozialängstliche die Aufgabenanforderungen signifikant geringer und die Bewältigungsfähigkeit signifikant höher einschätzten als Hoch-Sozialängstliche. Die Stressorkonfrontation führte gegenüber der Antizipation zu Anstiegen emotionaler und kardiovaskulärer Aktivierung; der einzige Gruppenunterschied betraf die Herzfrequenz, die bei freier Antizipation tendenziell höher war. Diese kardiovaskulären Reaktionen legten eine allgemeine Reduktion von Herausforderung und Aufgabenengagement nahe, die bei Hoch-Sozialängstlichen auf Überforderung, bei Niedrig-Sozialängstlichen auf Unterforderung zurückgeführt wurde. Während der Erholungsphase wiesen Hoch-Sozialängstliche eine signifikant höhere emotionale sowie unter freier Antizipation eine tendenziell höhere systolische Aktivierung auf. Die Ergebnisse unterstützen die These, dass soziale Angst verbunden mit prolongierter physiologischer Stressreaktivität einen Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen darstellt. Insgesamt verweisen die Erkenntnisse auf die Wirkfähigkeit kognitiv-behavioraler Therapien für die Behandlung sozialer Ängste.

Zusammenfassung (Englisch)

The current study investigated the influence of trait social anxiety and task-precedinganticipatory processing on cardiovascular, emotional und cognitive reactivity to and recoveryfrom an evaluative speaking task requiring a self-presentation within a job interview. Eightynormotensive female students characterized as high or low in social anxiety engaged inpreparation and performance of a speech after they had completed either an open-ended or aninstructed anticipatory period. Blood pressure and heart rate were taken regularly. There wereseveral revealing effects of social anxiety and anticipatory condition. Instruction led to higherincreases of heart rate and negative emotion during stressor anticipation and tended to resultin lower heart rate during the speaking task. In general, cardiovascular effects seem toindicate reduced challenge and task engagement of high anxious individuals ? due tosituational demands exceeding perceived coping ability ? and also of low anxious individuals? due to perceived coping ability exceeding demands. Accordingly cognitive appraisalsindicated that low socially anxious individuals evaluated their coping ability higher and taskdemands lower than high socially anxious individuals ? but only in the context of open-endedanticipation. Furthermore, in that natural condition social anxiety was related to enhancedanticipatory processing and negative retrospective ruminations. Concerning the recoveryperiod high socially anxious individuals experienced greater emotional arousal than lowanxious individuals. In the open-ended anticipation condition they also showed higher systolicreactivity. Physiologic, emotional and cognitive (recovery) effects suggest social anxiety as apotential risk factor for hypertension and cardiovascular disease. The results as a wholeindicate the importance of cognitive behavioural therapies in treatment of social anxiety.