Titelaufnahme

Titel
"Fromm bin ich nicht, aber ich glaube schon ...": Glaubensdiskurse und religiöse Subjektivierungsweisen katholisch sozialisierter alter Frauen im 21. Jahrhundert / Renate Wieser
Verfasser/ VerfasserinWieser, Renate Gabriele
Begutachter / BegutachterinBucher Rainer-Maria ; Weirer Wolfgang
Erschienen2011
Umfang564 S.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Frau / Alter / Katholische Kirche / Glaube / Kirchlichkeit / Sozialisation / Religiosität / Frau / Alter / Glaubenszeugnis
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28497 Persistent Identifier (URN)
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"Fromm bin ich nicht, aber ich glaube schon ...": Glaubensdiskurse und religiöse Subjektivierungsweisen katholisch sozialisierter alter Frauen im 21. Jahrhundert [5.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende empirische Studie erforscht die aktuellen religiösen Glaubensdiskurse und Subjektivierungsweisen von römisch-katholisch primärsozialisierten alten Frauen. Dabei interessiert einerseits die Ausformung des aktuellen Glaubensdiskurses alter Frauen, andererseits wird der Frage nachgegangen, welche vom hegemonialen Glaubens-, Alterns- und Geschlechterdispositiv zur Verfügung gestellten Subjektformierungen alte Frauen übernehmen, umformen wahlweise zurückweisen. Verortet wird die Arbeit innerhalb einer feministisch-gendersensiblen Theologie und sie kombiniert auf methodologischer wie methodischer Ebene Diskurstheorie und -analyse mit Elementen der Biografieforschung.Für die hier vorgelegte Studie wurden acht narrativ-episodische Interviews geführt und diskursanalytisch ausgewertet. Die Interviewpartnerinnen besetzen aktuell unterschiedliche religiöse Positionen ? von der Ordensschwester bis zur Atheistin. Festzuhalten ist, dass sich die Freisetzungstendenzen der späten Moderne stark auf das Glaubensleben der alten Frauen auswirken: Die Rede von einem ?festen? Glauben wird prekär, die Wahrheitsfrage wird zunehmend in der eigenen Biografie verortet und der Glauben wird reflexiv. Weiters lassen sich die ausgeprägte spirituell-existenzielle Relevanz von Bindungen und Beziehungen, von Körper und Leiblichkeit sowie der potenziell problematische Zusammenhang zwischen ?autonomen? und ?gläubigen? Frauenleben festhalten. Letztendlich stellen das Ergebnis, dass ? mit Ausnahme der beiden befragten Ordensschwestern ? bei keiner der Frauen eine genuin religiöse Deutung von Leid- und Krisenerfahrungen begegnet, sowie die Tatsache, dass dem Glauben von den alten Frauen im täglichen ?Überlebenskampf? nur wenig Relevanz eingeräumt wurde, ernste Anfragen an eine Pastoral/Theologie und Kirche, die sich dem Leben der Menschen in der Welt von heute verpflichtet fühlt.

Zusammenfassung (Englisch)

This empirical study investigates the current religious faith discourses of elder and old women socialized in the Roman-catholic faith tradition. The corpus of the study consists of eight narrative interviews which have been interpreted by means of Critical Discourse Analyses (Siegfried Jäger; Andrea Bührmann).It is to hold that the characteristics and processes of late modernity strongly influence the religious discourses of the interviewees: So, the concept of a ?firm? believe system gets deeply problematic, more and more ?truth? is becoming a biographic issue and, generally, faith has become reflective. Furthermore, relationships, embodiment and autonomy are important topics for the religious discourses of elder women. Eventually, (practical-)theology and the Roman-catholic church are challenged by the fact that ? with the exception of two nuns ? none of the questioned women voices a religious interpretation of suffering nor do they experience faith as important for their daily struggles and hardships.

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