Bibliographic Metadata

Title
Der Einfluss von Selbstwertbedrohung auf die kognitive Zugänglichkeit von verschieden valenten selbstbezogenen und nicht selbstbezogenen Attributen / Höfler, Andreas
AuthorHöfler, Andreas
CensorAthenstaedt Ursula
Published2011
Description97 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Narzisstische Kränkung / Narzisstische Kränkung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28479 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Der Einfluss von Selbstwertbedrohung auf die kognitive Zugänglichkeit von verschieden valenten selbstbezogenen und nicht selbstbezogenen Attributen [0.84 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Diese Studie untersuchte den Einfluss von Selbstwertbedrohung auf die Verarbeitung von positiven und negativen selbstbezogenen Eigenschaften. Selbstwertbedrohung löst selbstwertschützende Strategien aus, was im speziellen Fall zu einer verringerten kognitiven Zugänglichkeit von negativem im Vergleich zu positivem Wissen über sich selbst führen soll. Kognitive Zugänglichkeit ist über die Schnelligkeit der Verarbeitung von Stimuli erkennbar, wobei eine geringere Zugänglichkeit mit einer langsameren Verarbeitung einhergeht.Es wurden 82 UntersuchungsteilnehmerInnen untersucht. Sie erhielten entweder ein selbstwertbedrohendes oder ein nicht selbstwertbedrohendes Leistungsfeedback. Im Anschluss beurteilten die UntersuchungsteilnehmerInnen Eigenschaften dahingehend, ob diese auf sie selbst bzw. auf eine andere Person (Barack Obama) zutreffen oder nicht. Es wurden die Antwortlatenzzeiten aufgezeichnet.Es zeigte sich, dass unter Selbstwertbedrohung sowohl negatives als auch positives Wissen langsamer verarbeitet wird als ohne Selbstwertbedrohung. Diese Ergebnisse deuten auf eine generelle Beeinflussung der Zugänglichkeit von Wissen durch Selbstwertbedrohung hin. Weiters zeigte sich, dass negative Eigenschaften grundlegend langsamer beurteilt werden als positive Eigenschaften, wobei negative selbstbezogene Attribute allerdings langsamer beurteilt wurden als negative fremdbezogene Attribute. Diese Ergebnisse deuten einerseits darauf hin, dass negative Wissensinhalte generell im Vergleich zu positiven Inhalten weniger leicht verfügbar sind und andererseits dass selbstwertschützende Prozesse diese reduzierte Verfügbarkeit noch verstärken. Schließlich bewirkte die Selbstwertbedrohung bei Männern (nicht bei Frauen), dass auch negative Eigenschaften für ?Barack Obama? langsamer beurteilt wurden. Eine mögliche Interpretation dafür kann sein, dass die Beurteilung von Eigengruppenmitgliedern auch selbstwertrelevant ist.

Abstract (English)

The present study investigated the influence of self-threat on the processing of positive and negative self-referent personality attributes. The self-threat affects self-protection strategies, that aim to maintain a high self-esteem. The hypotheses of the study were that activation of self-protection is linked to a decreased cognitive accessibility of negative self-knowledge. Cognitive accessibility can be measured with reaction times in the way that slower reactions are related with reduced accessibility.A sample of 82 participants was tested. The participants received either a self-threatening feedback or a non-threatening feedback. The feedback was given subsequent to a time-limited intelligence test. After the threat manipulation participants were instructed to evaluate a list of attributes for being first typical for themselves and second typical for an other person (Barack Obama). Reaction latencies for the answers were recorded.The results showed that the reaction latencies for both negative and positive attributes were longer after a self-threat compared to the control condition. The results point to a general influence of self-threat on self-knowledge accessibility. In addition, participants responded slower to negative attributes than to positive attributes independent of reference and given self-threat. However negative self-referent attributes processed slower than both positive self-referent and negative other-referent attributes. These results indicate first that negative stimulies are generally less accessible than positive stimuli and second that this process amplified in relation to self-referent stimuli. The latter effect can be seen as a self-protection strategy. Finally, results also indicated that only men but not women responded slower to negative attributes concerning ?Barack Obama? after a self-threat. A possible interpretation is that an evaluation of an in-group member is also self-relevant.