Titelaufnahme

Titel
Generationengedächtnis im Familienroman der Gegenwart : bei Arno Geiger, Katharina Born, Tanja Dückers und Judith Zander / vorgelegt von Clarissa Lechner
Verfasser/ VerfasserinLechner, Clarissa
Begutachter / BegutachterinHöfler Günter
Erschienen2011
Umfang98 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Deutsch / Familienroman / Deutsch / Familienroman / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28435 Persistent Identifier (URN)
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Generationengedächtnis im Familienroman der Gegenwart [0.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Boom der Erinnerungsliteratur wurde zum Anlass genommen in der vorliegenden Arbeit Familienromane der Enkelgeneration im Bezug auf Gedächtnis und Generation zu untersuchen. Dabei sind die Werke von Arno Geiger, Katharina Born, Tanja Dückers und Judith Zander ausgewählt worden um zu zeigen, wie Erinnerungen in der Literatur dargestellt werden können und wie Generationen auf diese reagieren. Die Generation macht es dabei als eine besondere Form der Erzählung möglich, gesellschaftliche Prozesse und Identitätszuschreibungen in den Werken sichtbar zu machen. Da alle Autoren der 85er und somit der Enkelgeneration angehören ist deutlich geworden, dass es in den Generationsromanen im Unterschied zur Väterliteratur der 70er Jahre zu keiner Abrechnung mit der Großelterngeneration kommt. Der Bezug zum zweiten Weltkrieg ist zwar in allen Romanen zu finden, dennoch kommt es nun zu einem Sich-Neu-Erinnern, indem nun auch deutsche Opfer des zweiten Weltkriegs in das Blickfeld der Untersuchungen geraten. Mit den Familienromanen wird dann auch keine historische Wahrheit präsentiert, sondern gezeigt, wie der zweite Weltkrieg und die DDR in den Familien internalisiert sind und erinnert werden. In der Untersuchung der Generationen wird deutlich, dass in den Romanen einen Tendenz zur Generationen-Auflösung erkennbar ist. Die Beziehungen zwischen und innerhalb der Generationen funktionieren nicht, oder sind durch den Tod von Familienmitgliedern bereits aufgelöst worden. Außerdem wird die Generationenkohärenz auch durch diverse Abstammungsprobleme verstärkt.Die Arbeit zeigt wie Gedächtnis und Generation im Familienroman der Gegenwart zusammen spielen, wo es durch das Wissen über historische Ereignisse z.B. des zweiten Weltkriegs zu Spannungen zwischen dem individuellen und kollektiven Gedächtnis kommt und wie sich die Vergangenheit auf die Verfasstheit der Protagonisten auswirkt.

Zusammenfassung (Englisch)

The increased publication of remembrance modern family novels presents an occasion to examine the context of generational conflict and memory in the proposed master's thesis. The novels of Arno Geiger, Katharina Born, Tanja Dückers and Judith Zander were selected to show how memories can be represented in literature and how different generations respond to them. Through generation as a special form of narration, it is possible to identify social processes and attribution in the writings.As all the authors belong to the mid ?80s and thus are members of the grandchildren's generation, the novels present a sharp contrast to literature of the father's generation, published in the 70s, which tried to reconcile with the grandparent generation.References to the Second World War are indeed found in all novels, but there is now a new self-remembrance by which Germans also become victims of World War II. The family novels present no real historical truth, but show the Second World War and the GDR internalized within family remembrance.In the examination of generations it becomes clear that there is a tendency towards generation-resolution in the novels. The relationship between and within the generations does not work, or already has been resolved, due to the death of family members. In addition, coherence within the generations is reinforced by problems with ancestry.The master's thesis highlights how memory and generation in modern family novels are presented and how they interact. Furthermore, it illustrates the tension between the individual and collective memory of historical events, such as the Second World War, and how the past affects the condition of the protagonists.