Titelaufnahme

Titel
Arzneimittel-induzierte QT-Zeit-Verlängerung / Michaela Krickler
Verfasser/ VerfasserinKrickler, Michaela
Begutachter / BegutachterinOrtner Astrid
Erschienen2011
Umfang103 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Elektrokardiogramm / QT-Zeit / Arzneimittel / Nebenwirkung / Elektrokardiogramm / QT-Zeit / Arzneimittel / Nebenwirkung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28420 Persistent Identifier (URN)
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Arzneimittel-induzierte QT-Zeit-Verlängerung [1.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden die möglichen Ursachen von QT- Verlängerungen bei Patienten mit verschiedenen Erkrankungen untersucht. Arzneimittel- induzierte Verlängerung des QT- Intervalls hat in der letzten Zeit viel Aufmerksamkeit erregt. Neben den repolarisationsverlängernden Antiarrhythmika kann es auch bei nicht kardialen Arzneimitteln zu einer QT- Verlängerung kommen. Im Falle der nicht kardialen Arzneimittel (Antibiotika, Neuroleptika, Antidepressiva) ist es aber eine unerwünschte Nebenwirkung. Arzneimittel- induzierte QT- Verlängerung kann zu einer lebensbedrohlichen ventrikulären Herzrhythmusstörung vom Typ Torsade de pointes führen. Torsade de pointes ist eine Kammertachykardie mit ständig wechselnder Vektorachse des QRS- Komplexes. Obwohl schon einige Medikamente mit diesen Nebenwirkungen vom Markt genommen wurden, wird die Liste der Arzneistoffe mit QT- verlängernder Wirkung immer länger. Diese Stoffe können den im Herzen vorkommenden, für die Repolarisation sehr wichtigen Kaliumkanal IKr blockieren. Es gibt mehrere Gründe, warum so unterschiedliche Arzneistoffe genau an diesen speziellen Kanal angreifen. Der IKr ist ein spannungsabhängiger K+- Kanal, der durch seine schnelle Aktivierung charakterisiert ist und durch den Ausstrom von K+ die Repolarisation bestimmt. Die Blockade des Kanals führt zu einer Verzögerung der Repolarisation, was sich im EKG als Verlängerung des QT- Intervalls manifestiert. Wird diese Verlängerung nicht beachtet, kann es im schlimmsten Fall zum plötzlichen Herztod führen. Es gibt noch weitere Risikofaktoren, die zu einer QT- Verlängerung führen können, wie etwa das weibliche Geschlecht, Elektrolytstörungen und auch Herzkrankheiten. Außerdem wurde in einigen Fällen auch genetische Faktoren berichtet. Ziel dieser Arbeit war die Arzneimittelwirkung auf das QT- Intervall bei einem bestimmten Patientenkollektiv unter Berücksichtigung der Risikofaktoren zu untersuchen.

Zusammenfassung (Englisch)

Drug- induced QT- prolongation has attracted a lot of interest in the last few years. In addition to the antiarrhythmic drugs there are also a variety of non-cardiac drugs which can also cause QT- prolongation. In case of non- cardiac drugs the prolongation of the repolarization is an unwanted side-effect. Drug- induced QT- prolongation may lead to a life-threatening arrhythmia called torsade de pointes. Torsade de pointes is a ventricular tachycardia that appears on the electrocardiogram as continuous twisting of the vector of the QRS complex. Although there are many drugs which are taken off the market, there are still many drugs with a QT- prolonging potency. These drugs can inhibit the rapidly activating component of the delayed rectifier K+ current, named IKr. IKr and other K+ channels determine the repolarization and the duration of the action potential. The IKr channel is target of antiarrhythmic drugs, several antibiotics and antipsychotics. There are a few reasons, why so many drugs can bind to and block the IKr channels. The inhibition of these current can cause a marked prolongation of the action potential duration and a prolongation of the QT- interval. Although many drugs inhibit the IKr, only a few patients develop Torsade de pointes. The reason could be the different pharmacokinetic and pharmacogenomic of the individuals. In addition to drugs and genetic predisposition, there are a few other risk factors. For example, electrolyte abnormalities, cardiac disorders, or female gender can enhance the risk of torsade de pointes.