Titelaufnahme

Titel
Bilanzpolitik und Transparenz der Finanzberichterstattung / Patrick Zirngast
Verfasser/ VerfasserinZirngast, Patrick
Begutachter / BegutachterinWagenhofer Alfred ; Leopold-Wildburger Ulrike
Erschienen2011
UmfangVI, 221 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Unternehmen / Börsenberichterstattung / Bilanzpolitik / Unternehmen / Börsenberichterstattung / Bilanzpolitik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28216 Persistent Identifier (URN)
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Bilanzpolitik und Transparenz der Finanzberichterstattung [13.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand dieser Arbeit sind geplante Änderungen von zwei IAS/IFRS-Rechnungslegungsstandards (IAS 1 und IAS 17). Die Standardsetzer intendieren, die Transparenz der Finanzberichterstattung für Bilanzadressaten zu erhöhen. Diese Arbeit greift in zwei experimentellen Studien die Auswirkungen der Änderungen der Transparenz auf das Entscheidungsverhalten von Managern im Kontext von Bilanzpolitik auf. Laut Fields et al. (2001) scheint es, dass Manager mit niedriger Transparenz den Vorteil verbinden, dass zumindest einige Nutzer in ihrer Fähigkeit, ?hinter die Kulissen? der Berichtspolitik zu blicken, eingeschränkt sind und dass Managern dadurch ein Nutzen aus Bilanzpolitik erwachsen kann. Werden die Transparenzerfordernisse verändert, sollte sich dies im Niveau der Bilanzpolitik widerspiegeln.Die Ergebnisse sind zweigeteilt: Studierende in der Rolle von Managern messen Unterschieden im Darstellungsort von Ergebniszahlen keine unterschiedlichen Kosten der Bilanzpolitik bei (Experiment 1).Manager hingegen zeigen Anzeichen übereinstimmend mit den Überlegungen von Fields et al. (2001). In einem Leasingkontext (Experiment 2) führt höhere Transparenz der Bewertungsmethode einer Verlängerungsoption (dh die Ungewissheit bezüglich der Leasingdauer wird in der Höhe des Wertansatzes berücksichtigt; dies im Gegensatz zu einem Bilanzansatz dem Grunde nach) zu einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit, dass Manager eine aggressive Bilanzierung verfolgen.Das aggressivere Verhalten bei einem Bilanzansatz dem Grunde nach kann bis zu einem gewissen Grad durch zusätzliche Transparenz in der Bilanz reduziert werden. Wird die Bilanzposition, in welcher der Leasingvertrag berichtet wird, in Subkategorien aufgebrochen, resultiert ein Verhalten geringerer Aggressivität und es werden mit dem transparenteren Regime vergleichbare Ergebnisse erreicht.Diese Arbeit ist die erste, welche Verlängerungsoptionen von Leasingverträgen aufgreift und ihren Einsatz als bilanzpolitisches Instrument untersucht.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis, recently proposed amendments to two IAS/IFRS standards (IAS 1 as well as IAS 17) are examined. The standard setter?s intention is to enhance the decision usefulness of the standards, to the effect that investors can make their investment decisions in a more informed manner. In two experimental studies, this thesis is addressing managers? reactions to increased transparency in the reporting format in terms of earnings management. Fields et al. (2001) argue that managers seem to believe that ? if transparency requirements are low ? at least some users of financial statements cannot disentangle the effects of earnings management and therefore earnings management is a means to increase personal welfare. If transparency requirements are altered, the intensity of earnings management should change as a consequence.The results are split: Students in the role of managers do not associate different costs of earnings management with different presentation formats of earnings figures (experiment 1). This could be a consequence of their nescience with capital market forces.Managers, on the other hand, show evidence in line with Fields et al. (2001). In a leasing context (experiment 2), a more transparent classification regime of an option to extend the primary lease term (ie the uncertainty about the lease term is addressed through measurement as opposed to a recognition based model to address the uncertainty) reduces the likelihood that managers engage in aggressive classification behavior.However the aggressive behavior of the recognition based model can be offset to some extent by increasing transparency in the balance sheet. If the balance sheet category in which the lease is reported, is disaggregated into several subcategories, similar results can be obtained with the less transparent classification regime. This study is the first to report results on options to extend a lease contract.