Titelaufnahme

Titel
Der Einfluß der Tondauer auf die Wahrnehmung zweideutiger Klangmuster bei MusikerInnen und NichtmusikerInnen / Christine Meditz
Verfasser/ VerfasserinMeditz, Christine
Begutachter / BegutachterinSeither-Preisler Annemarie
Erschienen2010
Umfang130 Bl. : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ton <Akustik> / Wahrnehmung / Musikalische Bildung / Ton <Akustik> / Wahrnehmung / Musikalische Bildung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28140 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluß der Tondauer auf die Wahrnehmung zweideutiger Klangmuster bei MusikerInnen und NichtmusikerInnen [2.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Frage behandelt, ob sich die Wahrnehmung von eindeutigen und mehrdeutigen akustischen Reizen bei hochgradig musikalisch geschulten und nicht geschulten Personen unterscheidet. Insgesamt wurden jeweils 30 Personen dieser Gruppen getestet. Als Testreize wurden Sinustöne und harmonische Klänge mit und ohne Grundton angeboten, deren Tondauer systematisch variiert wurde. Bei den eindeutigen Reizen konnten sehr kurze Sinustöne nur von MusikerInnen zuverlässig beurteilt werden, während NichtmusikerInnen zu raten schienen. Bei den mehrdeutigen harmonischen Klängen orientieren sich MusikerInnen stärker an den (vorhandenen oder fehlenden) Grundtönen als an den Obertönen, wenn diese Klänge eine ausreichende Dauer hatten. Bei NichtmusikerInnen war dieses Verhalten weniger stark ausgeprägt, sodass ihr Antwortverhalten eher im Mittelbereich liegt und nicht im Randbereich (Grundton- oder Obertonhören). Bei sehr kurzen Reizen war hingegen zumindest bei grundtonlosen Klängen das Obertonhören dominant, wobei dieser Effekt bei MusikerInnen stärker ausgeprägt war als bei NichtmusikerInnen. Kein Zusammenhang wurde zwischen der Händigkeit und dem Hörmodus gefunden.

Zusammenfassung (Englisch)

In this diploma thesis the question was addressed whether the perception of unambiguous and ambiguous auditory stimuli differs between musically highly trained and musically untrained subjects. 30 subjects were tested in each group. Test stimuli were pure tones and harmonic complex tones with or without a fundamental frequency. Tone duration was varied systematically. The results showed that only musicians were able to accurately assess very short sine tones, while non-musicians tended to guess. When presented with ambiguous harmonic sounds, musicians focused more strongly on the (presented or not presented) fundamental frequencies than on the overtones, provided that these sounds had a sufficient duration. In non-musicians this behavior was less pronounced. Their scores typically lay in the intermediate region and not in the extreme areas, which would have signified the predominance of a certain listening mode (fundamental pitch or overtone listening). For very short stimuli, overtone listening was predominant, at least if the fundamental frequencies were missing. This effect was stronger in musicians than in non-musicians. For the unambiguous stimuli (pure tones), even extremely short tones were assessed reliably by musicians, while non-musicians seemed to guess. No association was found between handedness and listening mode.