Titelaufnahme

Titel
Belastung und Beanspruchung von LKW-Fahrern / Christine D'Avia
Verfasser/ VerfasserinD'Avia, Christiane
Begutachter / BegutachterinKallus, Konrad Wolfgang
Erschienen2011
Umfang225 S. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Lastkraftwagenfahrer / Belastung / Beanspruchung / Lastkraftwagenfahrer / Belastung / Beanspruchung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28108 Persistent Identifier (URN)
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Belastung und Beanspruchung von LKW-Fahrern [7.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Studie war es, zu überprüfen, ob Zusammenhänge zwischen subjektiven Belastungs- sowie Beanspruchungsfaktoren und Merkmalen der Arbeit eines Lkw-Fahrers bestehen. Als subjektive Belastungsfaktoren wurden Belastungen wesentlicher Teilbereiche der Arbeitstätigkeit eines Lkw-Fahrers erfasst (Fahren, Verladen, Tourenorganisation, Wartezeiten auf das Verladen, Staus, Ruhezeit). Als subjektive Beanspruchungsfaktoren galten psychische Fehlbeanspruchungen wie Ermüdung, Monotonie und Sättigung sowie Zeitdruck. Es wurden problemzentrierte Interviews mit 25 Lkw-Fahrern geführt. Die Merkmale der Arbeit wurden im Rahmen des Interviews mittels Critical Incident Technique (Flanagan, 1954) erhoben und induktiv mittels qualitativer Inhaltsanalyse (Mayring, 2007) gewonnen. Die subjektiven Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren wurden mittels jeweils einer Frage zum Ausmaß bzw. zur Häufigkeit der jeweiligen Belastung oder Beanspruchung erfasst und anschließend einer Medianteilung unterzogen. Die quantitative Auswertung erfolgte mittels loglinearen Analysen, wobei ein einfaktorielles, univariates Design gewählt wurde. Es konnten einige signifikante Zusammenhänge zwischen subjektiven Belastungs- sowie Beanspruchungsfaktoren und verschiedensten Merkmalen der Arbeit gefunden werden. So konnte gezeigt werden, dass Lkw-Fahrer, welche häufiger Ermüdung empfinden, häufiger angeben, beim Verladen nicht körperlich tätig zu sein, als Lkw-Fahrer, welche seltener Ermüdung empfinden. Weiters zeigt sich ein positiver Zusammenhang zwischen einer hohen körperlichen Belastung beim Verladen und der subjektiven Sättigung. Es wird konkludiert, dass ein gesundes Maß an körperlicher Belastung beim Verladen eine positive Abwechslung zur eher einseitigen Tätigkeit des Fahrens darstellt. Weiters zeigte sich, dass Lkw-Fahrer, welche häufiger Monotonie empfinden, häufiger angeben, im linienähnlichen Verkehr tätig zu sein, als Fahrer, welche seltener Monotonie empfinden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this study was to investigate the question if there is a correlation between subjective load factors as well as subjective strain factors and work characteristics in truck drivers. A number of important work areas of truck drivers (driving, loading, disposition, waiting times for loading, traffic jams, resting periods) were gathered as subjective load factors. Fatigue, monotony and mental satiation as well as time pressure were captured as subjective strain factors. Problem-oriented interviews with 25 truck drivers were conducted. The work characteristics were gathered by use of the Critical Incident Technique (Flanagan, 1954) and were achieved through the qualitative content analysis (Mayring, 2007). After that, they were dichotomized. The subjective load and strain factors were obtained by respectively one question about the extent or about the frequency of the particular load or strain factor and were then divided at the median. The quantitative analysis was by loglinear models, whereby a one-factorial, univariate design was selected. Some significant correlations between the subjective load factors as well as strain factors and various work characteristics were found. Drivers who perceive fatigue more often report more frequently that they are not physically active while loading the truck than drivers who perceive fatigue less often. Furthermore, a high physical load while loading the truck was related to mental satiation. The conclusion is that a healthy extent of physical activity during loading can be a positive change from the rather monotonous driving. Moreover, it could be found that drivers who perceive monotony more often report more frequently about driving the same route or delivering the same goods continually than drivers who perceive monotony less often.