Titelaufnahme

Titel
Musikinhärente Strukturen als Basis der Neuen Künste / eingereicht von Jon Griebler
Verfasser/ VerfasserinGriebler, Jon
Begutachter / BegutachterinJauk Werner ; Rohsmann Arnulf
Erschienen2011
Umfang168 Bl. : 1 CD-ROM + Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Musik / Kunst / Wahrnehmung / Musik / Kunst / Wahrnehmung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28014 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Musikinhärente Strukturen als Basis der Neuen Künste [0.92 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Musik und der Einfluss musikalischer Strukturen auf die bildende Kunst und deren Wirkungen in der Medienkunst ist eine der basalen Entwicklungen in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Emanzipation des Geräusches im Futurismus ist der erste Verweis auf die Auflösung einer in der Romantik idealisierten Trennung von Kunst und Leben; eine dieser Ausdrucksformen des Lebendigen, das Geräusch als unmittelbare Hervorbringung des Alltäglichen, wird mit dem idealisierenden und strikt regelgerechten Künstlichen zum Künstlerischen verwoben. Das Readymade findet seine Entsprechung im alltäglichen Geräusch der musique concrète, die Geste als definitive Formensprache und der Prozess als Auflösung des Werkbegriffs sind parallel zur Verwendung des Geräusches als musikalische Strukturen in den Künsten der Avantgarde des 20. Jahrhunderts integriert worden. Über die Technologie wird die Möglichkeit der Kunstproduktion in das sozioästhetische Umfeld der Popularkultur transferiert. Die Simplifikation dieser Technologie und deren Anwendung als internalisiertes Lebenskonzept verbindet Allgemeinkultur, Technologie, Wissenschaft und Kunst in der Digitalisierung. Das Konzept von immateriellem Code und Ortlosigkeit des Bildes impliziert die Prozessualität anstelle von Kontemplation; Kommunikation, Interaktion und Information sind die Parameter der Wirklichkeitskonstruktion Kunst. Die Digitalisierung öffnet der bildenden Kunst die Metastruktur des musikalischen Codes und nähert so an sie eine hedonistische Ästhetik der Zeichenebene an.

Zusammenfassung (Englisch)

The music and the influence of musical structures on the (visual) art and their effect in the media art is one of the basal progresses in the art of the 20th century. The emancipation of noise in the futurism movement is the first reference on disintegration of the idealistic disjunction of life and art. The noise, as an expression of workaday life, is interlaced with the artificial and will emerge to an art where life is not excluded. The readymade has its equivalent in the musique concrète, the gesture as a formal vocabulary and the process as the decomposition of the concept of work are integrated (musical) structures in the arts of the 20th century avant?garde. By technology transfers the facility of art production in the social?aesthetic environment of the pop?culture. The simplification of technology and the implementation in the everyday?life?concept combines it with science and art in the digital culture. The concept of immaterial code and displacement of the image implicates an art?process instead of a art?contemplation. Communication, dynamic interaction and information are influencing factors of constructing reality in art. Digitization opens the meta?structure of the musical coding for the (visual) art and converges it with the aesthetics of the media art.