Titelaufnahme

Titel
Bewegter Glaube : auf den Spuren afrobrasilianischer Religiosität in Graz / vorgelegt von Angelika Damm
Verfasser/ VerfasserinDamm, Angelika
Begutachter / BegutachterinEberhart Helmut
Erschienen2011
Umfang182 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Afrobrasilianischer Kult / Graz / Afrobrasilianischer Kult / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-28006 Persistent Identifier (URN)
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Bewegter Glaube [3.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema der vorliegenden Arbeit sind Bewegungen rund um die als afrobrasilianische Religionen gehandelten Traditionen Candomblé und Umbanda. Erstere stammt ursprünglich aus Afrika und wurde durch den Transport von Menschen als Arbeitskräfte und degradiert auf den Status als Sklavinnen und Sklaven in die so genannte ?neue Welt? gebracht. Zweitere entwickelte sich als betont synkretistische Form erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Brasilien. Die für die Auseinandersetzung relevanten, qualitativen Methoden wie lebensweltliche Ethnographie, teilnehmende Beobachtung und ero-episches Gespräch werden im einleitenden Teil behandelt. Daran anschließend werden zentrale Begriffe Religion, Spiritualität, Ritual und Synkretismus definiert. Durch einen Forschungsaufenthalt in Brasilien erlangte ich ein tieferes Verständnis von Bedeutungen der Religionen für die brasilianische Gesellschaft. Ausgehend von diesen Erkenntnissen werden die Entwicklungen der Grazer Vereine Casa de Guaracy und Terra Sagrada beleuchtet, deren Ursprünge in São Paulo, Brasilien, liegen. Die Mitglieder in Graz sind ÖsterreicherInnen. Besuche von öffentlichen spirituellen Ritualen beider Gemeinschaften ermöglichten mir Einblicke in Vereinstätigkeiten und individuelle Motivationen von Mitgliedern sowie von Besucherinnen und Besuchern. Im abschließenden Teil werden gesellschaftliche Befindlichkeiten heraus gearbeitet, welche hinter den spirituellen Auseinandersetzungen von Österreicherinnen und Österreichern mit Traditionen ?fremder? Kulturen zu stehen scheinen. Die Besonderheiten afrobrasilianischer Religiosität werden dabei betont. Ein hervorstechendes Merkmal ist die Lebendigkeit spiritueller Feste. Dies soll in einem gesellschaftlichen Zusammenhang gedeutet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper examines movements linked to the traditions Candomblé and Umbanda, which are defined as Afro-Brazilian religions. The former has its origins in Africa and was brought to the so-called "new world" by the transport of people as workers and demoted to the status of slaves. The second developed as an accentuated syncretic form at the beginning of the 20th century in Brazil. As an introduction relevant, qualitative methods such as ethnography of living environment, participant observation and ero-epic dialogue will be debated. Following this, the key terms religion, spirituality, ritual, and syncretism are defined. During a research stay in Brazil, I gained a deeper understanding of the relevance of the religions in Brazilian society. Based on these findings, developments of the associations Casa de Guaracy and Terra Sagrada in Graz will be discussed. Both originate from São Paulo, Brazil. The members in Graz are Austrians. I attented public spiritual rituals of both communities to obtain insights into their activities and the individual motivations of members and visitors. The final part enters into the question of social climate, which appears to influence the way Austrians deal spiritually with the traditions of "foreign" cultures. Specifics of Afro-Brazilian religions will be emphasized. An outstanding characteristic is the liveliness of spiritual celebrations. This is to be interpreted in a social context.