Titelaufnahme

Titel
Mortalitätssalienz bei Raucherinnen : Bewertungen und deren Einflussfaktoren in Anlehnung an die Terror-Management-Theorie / Baumgartner Barbara
Verfasser/ VerfasserinBaumgartner, Barbara
Begutachter / BegutachterinMikula Gerold
Erschienen2011
UmfangIII, 118 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sterblichkeit / Salienz / Raucher / Terror-Management-Theorie / Sterblichkeit / Salienz / Raucher / Terror-Management-Theorie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27690 Persistent Identifier (URN)
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Mortalitätssalienz bei Raucherinnen [0.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Terror-Management-Forschung konnte zeigen, dass Menschen unter Mortalitätssalienz gegenüber Fremdgruppenmitgliedern und Personen, die negative Äußerungen über relevante Werte der betreffenden Menschen tätigen, negativer reagieren als Menschen ohne Mortalitätssalienz, während sie gegenüber Eigengruppenmitgliedern und Personen, die positive Äußerungen über deren relevante Werte tätigen, positiver reagieren als Menschen ohne Mortalitätssalienz. See und Petty (2006) betrachteten erstmals die Wirkung der experimentell variierten Variablen Gruppenzugehörigkeit und Wertigkeit der Äußerung gemeinsam mit Mortalitätssalienz. Sie konnten feststellen, dass unter Mortalitätssalienz die Wertigkeit der Äußerung eines Fremdgruppenmitglieds für dessen Bewertung eine Rolle spielte, für die Bewertung eines Eigengruppenmitglieds aber nicht. Auf Basis der Studien von See und Petty (2006) wurde in der vorliegenden Untersuchung ebenfalls die Wirkung der Variablen Mortalitätssalienz, Gruppenzugehörigkeit und Wertigkeit der Äußerung einer Person auf die Bewertung dieser Person gemeinsam untersucht. Die Mortalitätssalienz wurde aber mittels subliminalen Primings und die Gruppenzugehörigkeit sowie die Wertigkeit der Äußerung mithilfe des Themas Rauchen operationalisiert. Als Probandinnen wurden 112 Raucherinnen herangezogen. Es konnten keine Mortalitätssalienzeffekte festgestellt werden. Unabhängig von Mortalitätssalienz ergab sich, dass ein Fremdgruppenmitglied, das negative Aussagen tätigte, negativer und ein Fremdgruppenmitglied, das positive Aussagen tätigte, positiver bewertet wurde als ein Eigengruppenmitglied. Weiters wurde ein Fremdgruppenmitglied bei negativen Äußerungen negativer bewertet als bei positiven Äußerungen. Ein Eigengruppenmitglied hingegen wurde ungeachtet von der Wertigkeit dessen Äußerung gleich bewertet. Mögliche Ursachen für das Ausbleiben von Mortalitätssalienzeffekten werden diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Research in the realm of Terror Management Theory demonstrated that people under mortality salience, in contrast to people under mortality-non-salience, react more negatively to outgroup-members and individuals who make negative statements about values which are relevant for those people. Moreover, people, under mortality salience, react more positively to ingroup-members and individuals who make positive statements about those relevant values. See and Petty (2006) examined the effects of group membership and valence of statements jointly with mortality salience for the first time. Results showed that, under mortality salience, the valence of statements affected the evaluation of an outgroup-member but not the evaluation of an ingroup-member. Based on the studies of See and Petty (2006), the present experiment examined the effects of mortality salience, group membership and valence of statements jointly again. But mortality salience was induced by subliminal priming, and group membership as well as valence of statements was operationalized by the subject of smoking. Participants were 112 female smokers. Results showed no effects of mortality salience. Independently of mortality salience, the results showed that an outgroup-member who made negative statements was evaluated more negatively than an ingroup-member and an outgroup-member who made positive statements was evaluated more positively. Moreover, an outgroup-member with negative statements was evaluated more negatively than with positive statements, whereas an ingroup-member was evaluated in the same way, regardless of the valence of its statements. Possible causes for the absence of mortality salience effects are discussed.