Titelaufnahme

Titel
Wahrgenommene Verhaltensvariabilität in Abhängigkeit von Status und Geschlecht / Patrizia Margareta Schmerböck
Verfasser/ VerfasserinSchmerboeck, Patrizia Margareta
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2010
Umfang97 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Verhaltensbeobachtung / Sozialstatus / Geschlecht / Verhaltensbeobachtung / Sozialstatus / Geschlecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27551 Persistent Identifier (URN)
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Wahrgenommene Verhaltensvariabilität in Abhängigkeit von Status und Geschlecht [0.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der durchgeführten Studie war es herauszufinden, wie variabel Männer und Frauen in statushohen und -niedrigen Positionen von externen BeobachterInnen in ihrem Verhalten wahrgenommen werden. Dazu wurden 48 Personen Videoausschnitte vorgespielt, in denen zwei Männer und zwei Frauen gemeinsam an einer männlichen bzw. weiblichen Aufgabe arbeiteten. In jedem Video gab es eine statushohe Person, welche in der Hälfte der Videos männlich, in der anderen Hälfte weiblich war. Die BeobachterInnen beurteilten Kompetenz, Sympathie, männliche und weibliche Eigenschaften der Personen, die in den Videos zu sehen waren. Aus den männlichen und weiblichen Eigenschaften wurde über Standardabweichungen die wahrgenommene Verhaltensvariabilität berechnet. Die statushohen Personen wurden von den BeobachterInnen tatsächlich als solche wahrgenommen, obwohl sie nicht über die Statusunterschiede Bescheid wussten. Hinsichtlich der wahrgenommenen Verhaltensvariabilität zeigte sich, dass statusniedrige Personen variabler im Verhalten wahrgenommen wurden als statushohe Personen. Zurückgeführt werden kann dies auf die spezifische Aufgabenstellung, die an die Personen in den Videos gestellt wurde. Die Rolleninkongruenz, in der sich statushohe Frauen und statusniedrige Männer befanden, hatte für die Wahrnehmung der Verhaltensvariabilität keinen Einfluss. Jedoch wurde diese vom Geschlecht der BeobachterInnen beeinflusst. Frauen nahmen mehr Variabilität im Verhalten wahr als Männer. Bezüglich der Einschätzung der Sympathie zeigte sich, dass statusniedrige Männer als weniger sympathisch wahrgenommen wurden als statushohe Männer. Frauen wurden unabhängig von ihrer Statusposition gleich sympathisch eingeschätzt. Überraschend war, dass das Geschlecht der statushohen Person, sowie das Vorliegen von Rolleninkongruenz kaum Auswirkungen auf die Beurteilungen der BeobachterInnen hatten. Denn dies bedeutet auch, dass Geschlecht als Statusmerkmal, obwohl es hoch salient war, nicht wirksam war.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of the study was to find out how variable men and women in high-status and low-status positions are judged in their behaviour through external observers. For this reason 48 participants rated people they saw in videos. In each video they saw two men and two women working together on a masculine or feminine task. One of the four persons was high in status because he or she was the team leader. For half of the videos the team leader was a man, for the other half a woman. The observers judged the people in the videos on competence, sympathy, masculinity and femininity. A standard deviation over the masculinity and femininity items represented the behavioural variability. The people in high-status positions were also seen as high in status from the observers, even though the observers didn?t know about the different status positions. Looking at the behavioural variability the results show that people in low-status positions where seen as more variable than people in high-status positions. This result may be due to the specific task the people in the video had to complete. The role incongruity in which high-status women and low-status men were had no influence on the perception of the behavioural variability. But the perception depended on the observer?s sex. Women saw more variability in the behaviour of the people in the videos than men. The analysis of the sympathy ratings showed that high-status men are seen as more likeable than low-status men. Between high-status and low-status women there was no difference in the sympathy ratings. That the sex of the high-status person in the videos as well as being in a role incongruity had hardly any effects on the ratings of the observers was not expected. Because this also means that gender as a status characteristic was not effective, even though it was highly salient.