Titelaufnahme

Titel
Speaking silence : forms and functions of absence in literature / Anna Klambauer
Verfasser/ VerfasserinKlambauer, Anna
Begutachter / BegutachterinWolf Werner
Erschienen2011
Umfang115 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Literatur / Abwesenheit / Literatur / Abwesenheit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27496 Persistent Identifier (URN)
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Es ist allgemein anerkannt, das Literatur ein signifizierendes System ist, welches eine größere Dichtheit an Bedeutung generiert als die Alltagssprache. Diese zusätzliche Bedeutung wird durch Mittel wie Metapher oder semantische Rekurrenz erreicht. Während diese Mittel ohne Zweifel zur Gesamtwirkung des Textes beitragen, so sind sie auch alle auf textuelle Phänomene die auf der Seite präsent sind, beschränkt. Dieser Fokus auf sichtbare Mittel resultiert jedoch in einer Vernachlässigung von sinnstiftenden Abwesenheiten, welche stark zur Gesamtwirkung eines Textes beitragen können.Es sind diese sinnstiftenden, ?sprechenden? Abwesenheiten welche in dieser Arbeit untersucht werden. Um sinnstiftende Abwesenheiten erläutern zu können, wurde eine systematische Herangehensweise gewählt. In einem ersten Schritt werden die Hauptgruppen der Abwesenheiten als semantische, visuelle und akustische ?blanks? umrissen. Jede dieser Gruppen wird im Weiteren durch Beispiele aus Prosa, Lyrik und Drama aus verschiedenen kulturhistorischen Epochen genauer untersucht. Die Analyse literarischer Texte zeigt, dass sinnstiftende Abwesenheiten kein Einzelfall sind, aber erlaubt es auch die mögliche Funktion dieser Abwesenheiten zu untersuchen.Diese Arbeit behandelt also die Präsenz ?sprechender Stille? in Texten aus verschiedenen Genres und historischen Epochen. Obwohl kein besonderes Augenmerk auf einen konklusiven historischen Abriss des Phänomens gelegt wird, so stellt die Arbeit dennoch die Präsenz von ?sprechender Stille? als sinnstiftender Teilnehmer des Textes in den Vordergrund. Gleichsam wird die mögliche Funktion der Abwesenheiten erläutert. Literarische Abwesenheit ist also häufig und sinnstiftend und kann genau wie literarische ?Anwesenheit? analysiert werden. Weiters ist es Ziel der Arbeit einen Überblick über den Bereich der ?sprechenden Stille? zu schaffen, welcher zur weiteren Forschung in einem bisher vernachlässigten Gebiet der Literaturwissenschaft einladen soll.

Zusammenfassung (Englisch)

It is commonly acknowledged that literature is a signifying system that creates a greater density in meaning than does everyday language. This additional meaning is achieved by devices such as metaphor, imagery, rhetoric or semantic recurrences. While these devices doubtlessly contribute greatly to the overall meaning of a text, they are all focussed on textual phenomena which are present on the page. This focus on visible devices, however, results in the neglect of signifying absences which can and do greatly contribute to the overall effect of a text.It is these signifying, ?speaking? absences which are explored in this paper. In order to investigate signifying absences in literature, a systematic approach is taken. In a first step, the main forms of signifying blanks are outlined and summarised into three main groups: visual, semantic and aural blanks. Each of these main groups is then supported and illustrated by examples taken from prose, drama, and poetry of various cultural-historical epochs. The analyses of actual literary texts clearly show that signifying absences are not an isolated phenomenon, but also allow for an investigation of the possible functions of literary blanks.The paper thus highlights the presence of ?speaking silences? in texts of various genres and from various historical epochs. Whereas no particular attention is paid to the creation of a conclusive historical overview with regard to literary absences, the paper nonetheless emphasises the presence of ?speaking silences? as meaningful participants of the text. At the same time possible functions of absences are highlighted. The paper thus shows that literary absences are abundant and meaningful and can, just like literary ?presences?, be analysed accordingly. The paper furthermore aims to provide a first systematic overview over literary absences and hopes to open the field for further research into ?speaking silences? which have been neglected so far in literary studies.