Titelaufnahme

Titel
Die Konstruktion des Nationalismus Diskurse, Praktiken, Feindbilder / Rebecca Suttnig
Verfasser/ VerfasserinSuttnig, Rebecca
Begutachter / BegutachterinMoebius Stephan
Erschienen2011
Umfang88 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Nationalismus / Nationalismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27382 Persistent Identifier (URN)
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Die Konstruktion des Nationalismus Diskurse, Praktiken, Feindbilder [0.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Obwohl in der modernen Sozial- und Geschichtswissenschaft weitgehende Einigkeit über den Konstruktionscharakter der Nation besteht, sind im Alltagswissen Vorstellungen von der Natürlichkeit der Nation und nationaler Gefühle auch heute noch weit verbreitet. Nationale Zugehörigkeit ist für viele Menschen ein entscheidender Bestandteil der Identität und führt häufig zu Konflikten und sogar Kriegen. Was aber macht nationale Vorstellungen derart anziehend für so viele Menschen? Zur Beantwortung dieser Frage wird der Nationalismus, ausgehend von konstruktivistischen Theorien, unter dem Aspekt seiner Konstruktion betrachtet und anhand der Analyse von Diskursen, Praktiken und Feindbildern sowie des jeweiligen Zeithintergrunds und der Akteure verschiedener ausgewählter nationaler Gemeinschaften, die Konstruktion sichtbar gemacht. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass die Nation keine natürliche Einheit darstellt, sondern ein diskursiv konstruiertes und sich unter ändernden historischen Bedingungen rekonstruiertes Gebilde ist. Ebenso stellt auch der Nationalismus ein soziales Phänomen dar, das konstruiert ist. Er wird von Menschen erzeugt, institutionalisiert und an nächste Generationen in Form von Traditionen weitergegeben. Zu Beginn dieser Arbeit wird ein Überblick über die bisherige Nationalismusforschung gegeben, danach werden drei für diese Arbeit zentrale Ansätze behandelt: die Theorien von Karl W. Deutsch, Ernest Gellner und Benedict Anderson. Im Anschluss daran werden schließlich drei nationale Gemeinschaften näher analysiert: die deutsche Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts, die Konservative Revolution des beginnenden 20. Jahrhunderts und moderne rechtspopulistische/rechtsextreme Parteien. Abschließend werden in einem zusammenfassenden Kapitel Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich der Diskurse, Praktiken, Feindbilder sowie der Akteure der verschiedenen nationalen Gemeinschaften im historischen Verlauf herausgearbeitet.

Zusammenfassung (Englisch)

Although in modern social and historical science there is largely agreement that nation is a constructed entity, every day opinions about nation and national feeling being a natural entity are widespread. For many people, national affiliation is a decisive component of identity and frequently leads to conflict and even war. But what makes national concept so attractive for so many people? To answer this question, nationalism, with reference to its creation, will be approached using constructivist theory as a basis. The construction will be revealed with the help of Discourse analysis, the analysis of Practices and Enemy Stereotypes and the analysis of the background of the respective period and the protagonists of varying selected national movements. Here it will be assumed that nation is not a natural unity, rather it is an entity created by Discourses and recreated by changing historical conditions. Similarly nationalism is a constructed social phenomenon. It is generated and institutionalised by man and passed down to the next generation as tradition. The beginning of this work presents an overview of nationalism analysis. Following this, three views that are central to this work will be considered; the theories of Karl W. Deutsch, Ernest Gellner and Benedict Anderson. Subsequent to this, three national movements will be closely analysed; the German National Movement of the 19th Century, the Conservative Revolution of the 20th Century and the modern rightwing populist/extreme rightwing political parties. To conclude, similarities and differences regarding Discourses, Practices and Enemy Stereotypes, as well as protagonists of differing national movements over the course of history will be framed in a summarising chapter.