Titelaufnahme

Titel
The effect of the stereotype threat on cognitive task performance : an EEG-study / Beate Dunst
Verfasser/ VerfasserinDunst, Beate Maria
Begutachter / BegutachterinNeubauer Aljoscha
Erschienen2011
Umfang52, 36 Bl. Anh : Zsfassung ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Intelligenzleistung / Geschlechtsunterschied / Stereotyp / Intelligenzleistung / Geschlechtsunterschied / Stereotyp / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27322 Persistent Identifier (URN)
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The effect of the stereotype threat on cognitive task performance [1.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Befunde zu neurokognitiven Geschlechtsunterschieden deuten darauf hin, dass Frauen bei verbalen und Männer bei figural-räumlichen Aufgaben neural effizienter arbeiten (Neubauer et al., 2005). Eine mögliche Erklärung für diese Befunde liefert das Phänomen des Stereotype Threat, welches die Angst beschreibt, durch das eigene Verhalten negative Stereotype zu bestätigen. Empirischen Befunden zufolge kann diese Angst auf behavioraler Ebene leistungsmindernd wirken (Steele, 1997). Ziel dieser Studie war es, die Wirkung des Stereotype Threat auf kognitive Leistungen zu überprüfen sowie neurophysiologische Korrelate des Phänomen Stereotype Threat zu ergründen. In einer EEG-Studie wurden 31 Schülerinnen und 32 Schüler untersucht, welche verbale, numerische und figurale Aufgaben entweder in einer Stereotype Threat Bedingung oder einer Non-Stereotype Threat Bedingung lösen sollten. In der Stereotype Threat Bedingung wurden die TeilnehmerInnen durch gezielte Instruktionen auf stereotype Geschlechtsunterschiede in den jeweiligen Leistungsbereichen aufmerksam gemacht. In der Non-Stereotype Threat Bedingung wurde den Untersuchungspersonen explizit mitgeteilt, dass in dem jeweiligen Leistungsbereich keine Geschlechtsunterschiede zu erwarten sind. Die Ergebnisse zeigen, dass negative Geschlechtsstereotype nicht notwendigerweise leistungsmindernd wirken müssen, jedoch führen diese zu einer Veränderung der neuralen Aktivierung. Es konnte gezeigt werden, dass der Stereotype Threat geschlechtsspezifisch auf die neurale Effizienz wirkt. Dies bedeutet, dass Mädchen Aufgaben dann neural effizienter bearbeiten, wenn sie in ihren Leistungen bestärkt werden. Buben arbeiten hingegen neural effizienter, wenn sie in ihren Fähigkeiten bedroht werden und folge dessen unter Leistungsdruck arbeiten oder aber keine Informationen über Geschlechtsunterschiede erhalten. Die Ergebnisse leisten somit einen Beitrag für eine neurophysiologisch begründete Erklärung der Wirkung des Stereotype Threat.

Zusammenfassung (Englisch)

Neurocognitive research of gender differences demonstrated that men work neurally efficient while performing figural spatial tasks, whereas women only display a negative IQ-brain activation relationship while performing verbal tasks (Neubauer et al., 2005). One possible explanation for these findings can be provided by the phenomenon called Stereotype Threat. Steele defined the Stereotype Threat as the fear of confirming a negative stereotype about a group to which one belongs by ones own performance (Steele, 1997). Consequently, persons facing a threat decrease their performance. The aim of this study was to test the performance-reducing effect of negative stereotypic expectations on cognitive test performance as well as to investigate the neurophysiologic relation. In an EEG-Study 31 schoolgirls and 32 boys, between 15 and 18 years of age, worked on verbal, figural-spatial and numerical tasks either under the Stereotype Threat or under the Non-Stereotype Threat condition. In the Stereotype Threat condition students were informed about sex differences, whereas in the Non-Stereotype Threat condition students were told that in the particular task no gender differences exist. The results of this study imply that an implicit active stereotype does not necessarily hamper achievement, but modifies the brain activation while working on intelligence test tasks. It was possible to demonstrate that the Stereotype Threat effect on neural efficiency is influenced by sex. Girls only showed neural efficiency in the verbal task, when they expected to perform better. Boys, in contrast, showed neural efficiency under threat (verbal task) as a consequence of the increased performance pressure and also in the Non-Stereotype Threat condition, but when they were confirmed in their capabilities the negative IQ-brain activation relationship did not appear. The results contribute to a possible neurocognitive explanation of how the Stereotype Threat works.