Titelaufnahme

Titel
Gender meets Sexuality : Geschlechtsrollen-Selbstkonzeptaktivierung in Abhängigkeit von subliminalem Sexualitätspriming / Franz Gerhard Heschl
Verfasser/ VerfasserinHeschl, Franz Gerhard
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2011
Umfang69 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sexualverhalten / Geschlechterrolle / Sexualverhalten / Geschlechterrolle / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27228 Persistent Identifier (URN)
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Gender meets Sexuality [0.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Anhand eines Experimentes sollte geklärt werden, ob es durch ein subliminales Priming von Sexualschemata zu einer Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts kommt. Das Geschlechtsrollen-Selbstkonzept kann als die Summe von geschlechtsstereotypen Eigenschaften und Verhaltensweisen gesehen werden, die sich eine Person selbst zuschreibt. Studien haben gezeigt, dass sexuelle Hinweisreize die Selbstwahrnehmung verändert und soziales Verhalten beeinflusst. Durch ein Sexualitätspriming kommt es zu einer höheren geschlechterstereotypen Selbstwahrnehmung, welche zu einer stärkeren Identifikation mit der geschlechtsbezogenen Eigengruppe führt. Das bedeutet, Personen schreiben sich nach dem Priming verstärkt Stereotypen zu, die ihrem biologischen Geschlecht entsprechen. Es wurde angenommen, dass durch sexuelle Hinweisreize es bei Frauen und Männer zu einer Aktivierung des geschlechtsbezogenen Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts kommt. An dieser Studie nahmen insgesamt 72 Studierende aus Graz (39 Frauen und 33 Männer) teil. Das Sexualitätspriming und die Geschlechtsrollen-Selbstkonzeptmessung erfolgten am Computer. Die UntersuchungsteilnehmerInnen sind den Testbedingungen randomisiert zugeordnet worden. Zur Messung der Geschlechtsrollen-Selbstkonzeptaktivierung wurden die Zustimmungshäufigkeiten und die jeweiligen Reaktionszeiten herangezogen. Die anfängliche Annahme, dass Männer das maskuline und Frauen das feminine Geschlechtsrollen-Selbstkonzept aktivieren, musste verworfen werden. Es ergaben sich zwar signifikante Haupteffekte zwischen der Versuchs- und Kontrollgruppe, aber keine Wechselwirkungen. Die gefundenen Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass beide Geschlechter durch ein Sexualitätspriming feminine Stereotype aktivieren und bei maskulinen Stereotypen eine kognitive Hemmung auftritt.

Zusammenfassung (Englisch)

An experiment has been conducted in order to clarify, if subliminal performances of sexualized words lead to an activation of the gender role self-concept. The gender role self-concept can be summed up as the whole of sexual stereotypical characteristics and behaviour, a person attributes to herself. According to studies retriveval cues change our self-perception and affect social behaviour. Sexual priming boots sexual stereotypical self-perception, which results in a stronger identification with the gender-based in-group. In short, after priming persons tend to attribute to themselves more stereotypes according to their own gender. The following hypothesis has been established: sexual retriveval cues lead with women and men to the activation of the gender role self-concept. In this study participated 72 students of the university of Graz (39 women and 33 men). Sexual priming and rating of the gender role self-concept were conducted at the computer. The participants were randomly assigned to different test conditions. The activation of the gender role self-concept was evaluated in correlation with the responses? frequency of occurrence and the corresponding reaction time. The previous supposition, that men tend to activate the male gender role self-concept whereas women activate the female gender role self-concept, is falsified. In fact, significant main effects between the experimental group and the control group were observed, nevertheless no interaction was documented. In accordance with the obtained results the conclusion can be drawn, that both ? male and female gender ?activate female stereotypes after sexual priming and male stereotypes are cognitively blocked.