Titelaufnahme

Titel
Mittelbare Diskriminierung : eine rechtshistorische Darstellung am Beispiel der Teilzeitbeschäftigung innerhalb der EG/EU / von Ulrike Pribyl
Verfasser/ VerfasserinPribyl, Ulrike
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer Anita
Erschienen2011
Umfang65 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Frau / Arbeit / Diskriminierung / Österreich / Frau / Arbeit / Diskriminierung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27141 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit über 2000 Jahren spielt die Gleichbehandlung zwischen den Geschlechtern eine zentrale Rolle, weshalb die Gesetzgebungsorgane auf internationaler Ebene versuchen, in zahlreichen Sonderregelungen, wie dem Gleichbehandlungsgebot, im Interesse der Arbeitnehmerinnen, die Position der Frau im Erwerbsleben zu verbessern. Der Grundsatz der Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben, hat in Österreich durch die zahlreiche Verabschiedung neuer einschlägiger Rechtsgrundlagen, an Bedeutung gewonnen. Mit der Erlassung des Gleichbehandlungsgesetzes samt den Novellierungen und der Einführung des § 19 d AZG, sollte sichergestellt sein, dass es zu keinerlei Benachteiligungen, der, im Bereich der Teilzeitbeschäftigung tätigen, Arbeitnehmer/innen kommt. Die, in den Rechtsordnungen verankerten Diskriminierungsverbote allein, können aber keine Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Arbeitsrecht garantieren. Der bedeutendste Beleg dafür ist die, noch immer bestehende Kluft zwischen den Einkommen des weiblichen und des männlichen Geschlechts. Resümierend betrachtet führten die Regelungen bezüglich der Gleichstellung der Frau auf Europäischer Ebene zu einem Ausbau der Gleichbehandlungsregelungen auf nationaler Ebene, vor allem die Judikatur des EuGH , der durch seine Interpretation des Begriffes der mittelbaren, geschlechtsbezogenen Diskriminierung, nachhaltig die Entwicklung des bestehenden Rechtsbestandes beeinflusst. Abschließend bleibt festzuhalten, dass durch das Verbot der mittelbaren geschlechtsbezogenen Diskriminierung auf europäischer Ebene beachtliche Fortschritte zu verzeichnen sind. Jedoch gibt es noch immer Handlungsbedarf um das Endziel der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Erwerbsleben zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

For over 2000 years, the equal treatment of the genders has been playing a central part, and this is why the legislative bodies on an international level try to improve women?s labour force status by means of numerous special regulations, such as the imperative of equal treatment, in the interests of female employees. In Austria, the principle of equal treatment of men and women in the labour force has taken on greater significance as a result of the passing of numerous new, pertinent legal bases. The issuance of the Equal Treatment Act including the amendments and the introduction of § 19 d AZG [Working Hours Act] was intended to prevent any discrimination whatsoever of male/female employees working in the field of part-time employments. However, the prohibition of discriminatory practices rooted in the legal systems alone cannot guarantee an equal treatment of men and women in labour law. The most substantial evidence of this is the still existing gap between the income of women and the income of men despite the statutory postulate of equal treatment. To sum it up, the regulations regarding the equal treatment of women on a European level resulted in a further development of the equal treatment regulations on a national level, especially the judicature of the ECJ which has, due to its interpretation of the term of direct, gender-based discrimination, a lasting effect on the development of the body of law.In conclusion, it remains to be stated that noticeable progress was achieved on a European level due to the prohibition of direct gender-based discrimination. However, there is still a need for action to reach the ultimate objective of equal opportunities for women and men in their working lives.