Titelaufnahme

Titel
Videoüberwachung am Arbeitsplatz / von Christine Wernig
Verfasser/ VerfasserinWernig, Christine
Begutachter / BegutachterinReissner Gert-Peter
Erschienen2011
UmfangVIII, 95 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Videoüberwachung / Arbeitsplatz / Datenschutz / Arbeitsrecht / Österreich / Videoüberwachung / Arbeitsplatz / Datenschutz / Arbeitsrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27124 Persistent Identifier (URN)
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Videoüberwachung am Arbeitsplatz [0.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Videoüberwachung am Arbeitsplatz ist ? mit dem Fokus auf die fortschrittliche Informations- und Kommunikationstechnologie gerichtet ? eine sehr aktuelle Thematik, deren Bedeutung auch durch die Einfügung der Regelungen die Videoüberwachung durch Private betreffend durch die Novelle des Datenschutzgesetzes zum Ausdruck kommt. Mit Videoüberwachung wird stets eine Form von Kontrolle ausgeübt. Der Schutz, der den Arbeitnehmern vor überbordender Kontrolle zukommt, ergibt sich zum einen aus datenschutzrechtlichen und zum anderen aus arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Das Datenschutzgesetz legt nun explizit die Bedingungen für einen rechtmäßigen Einsatz einer Videokamera fest. Einem ausdrücklichen Verbot unterliegt die Videoüberwachung zum Zweck der Mitarbeiterkontrolle, wobei dies insofern relativiert wird, dass Überwachung zum Schutz eines bestimmten Objekts oder einer bestimmten Person unter Umständen zulässig sein kann. Die aus einer Videoüberwachung gewonnen Bilddaten sind personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzgesetzes, die unter dem Schutz des Grundrechts auf Datenschutz stehen. Der Anknüpfungspunkt zu den arbeitsrechtlichen Bestimmungen ergibt sich zum einen daraus, dass sich der Arbeitnehmer mit dem Eingehen eines Arbeitsverhältnisses unter die persönliche Abhängigkeit des Arbeitgebers begibt und somit hinsichtlich vor zu großer Kontrolle durch den Arbeitgeber einer besonderen Schutzbedürftigkeit unterliegt. Zum anderen räumen die betriebsverfassungsrechtlichen Schutzbestimmungen dem Betriebsrat als Organ der Arbeitnehmerschaft gegenüber dem Betriebsinhaber gleichberechtigte Mitwirkungsbefugnisse hinsichtlich der Einführung von videoüberwachungstechnischen Maßnahmen ein. Die Zulässigkeit derartiger Maßnahmen und die Erforderlichkeit der paritätischen Mitbestimmung durch den Betriebsrat ergeben sich unter Abwägung der beiderseitigen Interessen.

Zusammenfassung (Englisch)

Video surveillance in the working environment ? with focus on progressive information and communication technology ? is a very current topic. Its importance is expressed, amongst others, in the amendment of the Data Protection Act through the incorporation of provisions concerning video surveillance in the private sector. By using video surveillance a form of control is exercised. The protection, which is accorded to the employee against excessive control, is the result of data protection as well as labour law provisions. Now the Data Protection Act is going to define explicit terms for legal application of video cameras. Video surveillance is specifically prohibited when used as efficiency control of employees, which might however be justified under certain conditions when used for protection of objects or a defined person. The obtained image data from video surveillance is individual-related data in terms of data protection and therefore under protection of the fundamental right to data protection. Consideration of the labour law provisions is significant since the employee depends personally on the employer when entering into an employment relationship and is therefore subject to the need for protection with regard to excessive control of the employer. Furthermore safety regulations involving legal matters give the work council ? the workforce institution ? equal say concerning the implementation of technical measures of video surveillance compared to the proprietor. The legitimacy of such measures and the requirement of codetermination of the work council are a result of the considerations of both interests.