Titelaufnahme

Titel
Validation of a snow drift model at the Planneralm, Austria / vorgelegt von Arnulf Wurzer
Verfasser/ VerfasserinWurzer, Arnulf
Begutachter / BegutachterinFoelsche Ulrich
Erschienen2011
UmfangX, 87 S. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Planneralm / Lawine / Mathematische Modellierung / Planneralm / Lawine / Mathematische Modellierung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-27043 Persistent Identifier (URN)
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Validation of a snow drift model at the Planneralm, Austria [21.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Während die Lawinengefahr für Siedlungen und Infrastrukturen in alpinen Gebieten durch Lawinenschutzmaßnahmen in den letzten Jahrzehnten deutlich gesenkt werden konnte, nahmen die von Wintersportlern ausgelösten Lawinen stetig zu. Die zunehmende touristische Nutzung des alpinen Raumes erfordert daher eine zuverlässige und genaue Prognose der Lawinengefahr.Bisher waren Lawinenwarndienste von numerischen Wettermodellen, meteorologischen Messdaten und deren persönlicher Erfahrung abhängig. In Zukunft könnten numerische Schneeverfrachtungsmodelle eine bedeutende Rolle für die Einschätzung der Lawinengefahr von potentiellen Lawinenhängen spielen.Neben dem Schneedeckenaufbau hängt die Lawinengefahr in erster Linie von der vorhandenen Schneemenge ab. Die Lawinengefahr steigt deutlich bei rascher Zunahme der Schneemenge, welche durch Neuschnee und Schneeverfrachtung zustande kommt. Die gefährlichen Triebschneeansammlungen befinden sich vor allem in gipfelnahen Leehängen, Rinnen und Mulden.Schneepartikel werden durch den Wind ab einer Windstärke von 15 km/h erodiert und auf windabgewandten Flächen abgelagert. Dadurch können ganze Bergflanken leergefegt werden und in Mulden oder Leehängen meterhohe Schneeansammlungen entstehen. Durch Windwirbel können sich auf Bergflanken enorme Schneewächten bilden, welche in der Bildungsphase oder bei steigenden Temperaturen brechen können und dadurch Lawinen auslösen können.Die vorliegende Arbeit untersucht ein Schneeverfrachtungsmodell bei unterschiedlichen Windbedingungen und vergleicht die Modellergebnisse mit Wetterdaten und Schneehöhenmessungen von der Planneralm. Die Berechnung der Schneeverfrachtung hängt von mehreren Modellparametern, z.B. der Schneedichte und Festigkeit der Schneedecke ab. Verschiedene Modellparameter werden analysiert und deren Einfluss auf die verfrachtete Schneemenge dargestellt. Des Weiteren wurde die turbulente Intensität des Windes im Testgebiet gemessen und mit Modellergebnissen verglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

On the one hand, the avalanche risk for settlements and infrastructure decreased in the last decades due to avalanche barriers in alpine regions. On the other hand, an increase in winter tourisms, backcountry activities and off-piste skiers led to an increase in avalanche fatalities. Hence, reliable and precise avalanche warnings are necessary to reduce the amounts of avalanche accidents.So far avalanche warning services are dependent on wide-scale weather prediction models, punctual weather measurements and personal experiences to forecast avalanches. In future snow drift models can be very important for the estimation of the avalanche risk of exposed mountain sides.Besides the composition of the snow cover, the avalanche risk depends mainly on a critical snow load. The highest snow depths are generally accumulated in leeward slopes, chutes, and dingles, mainly caused by snow drift.Snow grains are eroded at wind speeds of more than 15 km/h and the snow is accumulated at leeward areas. Therefore, some mountainsides can be snow-free whereas several meters of snow can be accumulated in leeward slopes. Due to air turbulences large snow cornices can be formed on mountain crests and breaking cornices are able to trigger avalanches.The main focus of this diploma thesis lies on the validation of a snow drift model. The model runs are compared to observations at the Planneralm, Styria. The result of the snow drift model depends on various model parameters, e.g. cohesive forces between snow grains and snow density. Model parameters are analyzed within this work and their influence on the snow drift rate is presented. Further, the turbulence intensity of the wind at the test area is measured and compared with model results.