Titelaufnahme

Titel
Überlegungen zur Entwicklung der Text-Bild-Struktur der druckgraphischen Bibelillustrationen an Hand ausgewählter Beispiele / vorgelegt von Margarethe Rutschnig
Verfasser/ VerfasserinRutschnig, Margarethe
Begutachter / BegutachterinEberlein Johann Konrad
Erschienen2011
Umfang186 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 DVD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. u. engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Illustration / Bibel / Geschichte / Illustration / Bibel / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26970 Persistent Identifier (URN)
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Überlegungen zur Entwicklung der Text-Bild-Struktur der druckgraphischen Bibelillustrationen an Hand ausgewählter Beispiele [5.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Übelegungen zur Entwicklung der Text-Bild-Struktur der druckgraphischen Bibelillustration an Hand ausgewählter BeispieleMargarethe RutschnigAbstractMethodischer Ausgangspunkt der Arbeit ist die Text-Bild-Forschung. Sie wird aber in diesem speziellen Fall in eine bildwissenschaftliche Problematik transformiert. Es geht um die Frage, weswegen Illustrationen in gedruckten Bibeln bei gleichbleibendem Text starken Wandlungen unterworfen sind und worin diese bestehen bzw. zu welchem Ergebnis sie führen. Es wurden neun Bibeln aus fünf Jahrhunderten und aus deren Illustrationen neun Themen ausgewählt und in einem beschrieben. Die Ergebnisse dieses ersten Durchgangs wurden in vorläufigen Zusammenfassungen komprimiert. In einem zweiten Durchgang wurden dann zwölf Fragen, die auf die Struktur der Text-Bild-Relationen zielen, an die ausgewählten Illustrationen gestellt und anschließend in Tabellen zusammengefasst. Das überraschende Ergebnis ist, dass sich die Bibelillustrationen bereits sehr früh vom Text entfernen. Da dieser vorausgesetzt werden kann, ist es möglich, ihn mit Bildern zu versehen, die nur noch einen allgemein religiösen Bezug zu ihm aufweisen. Damit wurde eine Frühform der Abstraktion installiert, der die Moderne nur noch zu folgen brauchte. Von einem bildwissenschaftlichen Standpunkt aus konnten durch die Vergleiche Erkenntnisse über die seit dem 19. Jahrhundert geschaffene mediale Text-Bild-Relation gewonnen werden, die bis in die Gegenwart wirksam ist.

Zusammenfassung (Englisch)

AbstractThis paper is methodologically based on the word-image study, which I have used for the analysis of illustrations and their relation to the text they accompany. I have tried to find an answer to the questions why illustrations of printed bibles vary a lot, what these differences consist in and what these changes result in. I have chosen nine bibles from a period of five centuries and nine biblical themes. In the first part I have described the illustrations of these scenes in each bible and have preliminarily summed up this analysis. In the second part I have asked five questions, which focus on the structure of the word-image relation. I have examined the illustrations under these aspects and have visually summed them up in tables. This part has shown that the illustrations start astonishingly early to deviate from the biblical text. The familiarity with the biblical scenes can obviously be taken for granted, which allows to illustrate them with pictures which do not follow the text but merely have the same general religious background. This can be regarded as a very early form of abstraction, which could be used by modern artists. An art historian point of view has initiated comparisons whose findings concern the word-image relation as it has been existing since the 19th century and is still relevant at present.