Titelaufnahme

Titel
Feminines Kommunikationsverhalten in Abhängigkeit von Geschlecht und Status in gleich- und gemischtgeschlechtlichen Dyaden / Sonja Höfler
Verfasser/ VerfasserinHöfler, Sonja
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2011
Umfang70 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Paar / Kommunikationsverhalten / Geschlecht / Sozialstatus / Paar / Kommunikationsverhalten / Geschlecht / Sozialstatus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26870 Persistent Identifier (URN)
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Feminines Kommunikationsverhalten in Abhängigkeit von Geschlecht und Status in gleich- und gemischtgeschlechtlichen Dyaden [0.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit sollte klären, ob feminines Kommunikationsverhalten von Geschlecht und Status-abhängig ist. Befunde zeigen, dass typisch weibliches Kommunikationsverhalten unterstützend und beziehungsorientiert ist. Typisch männliches Kommunikationsverhalten hingegen ist zielorientiert, hierarchisch, direktiv und somit statusförderlich. Geschlecht gilt in der Statuserwartungstheorie (Berger et al., 1977) als diffuses Statusmerkmal in Interaktionen. Studien zeigen Parallelen im Kommunikationsverhalten zwischen statusniedrigen Personen und Frauen. Abschwächungen gehören zu den klar belegten femininen Kommunikationsverhaltensweisen und werden unter anderem von Frauen als indirekte Strategie zur Einflussnahme eingesetzt (Carli, 1990).In der vorliegenden Arbeit wurde eine Verhaltensbeobachtung im Rahmen eines FWF?Projektes durchgeführt. Dazu beobachtete man gleich- und gemischtgeschlechtliche Dyaden, die in einem simulierten Bewerbungsgespräch eine Diskussion führten. Das simulierte Bewerbungsgespräch diente zur Statusmanipulation. Während des Gesprächs wurden die femininen Kommunikationsverhaltensweisen zustimmendes Nicken, hetzendes Nicken, verbale Unterstützer, Mitigatoren und metakommunikative Äußerungsteile erfasst. Angenommen wurde, dass Frauen bzw. statusniedrige Personen häufiger Nicken, mehr verbale Unterstützer verwenden und mehr Abschwächungen in Form von Mitigatoren und metakommunikativen Äußerungsteilen gebrauchen als Männer und statushohe Personen. Weiters wurde angenommen, dass Frauen gegenüber einem männlichen Interaktionspartner mehr Abschwächungen einsetzen. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen unabhängig vom Status häufiger verbale Unterstützer und metakommunikative Äußerungsteile verwendeten als Männer, sowie dass statusniedrige Personen häufiger nickten und mehr Mitigatoren verwendeten als statushohe Personen. Bei den Gruppenzusammensetzungen ergab sich, dass in gleichgeschlechtlichen Dyaden häufiger genickt wurde als in gemischtgeschlechtlichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study aimed to clarify to what extent feminine communication behavior depends on gender and status. The literature indicates that typical female communication behavior is cooperative and relationship - orientated. Typical male communication behavior is whereas instrumented, hierarchical and directive. Expectation states theory (Berger et al., 1977) proposes that in interaction gender is a diffuse status characteristic. Studies found similarities in communication behavior between low status individuals and women as well as between high status individuals and men. In the present study, which is based on a FWF project, a behavioral observation was implemented. To do this the communication of same- and mixed-sex dyads were observed. Participants were instructed to perform a simulated job-interview. As a statusmanipulation one member of the dyad was the chef and one the applicant. During the conversation the feminine communication behaviors nodding, verbal reinforcements, and mitigations (in the form of disclaimers and qualifyers) were filed. It was assumed that women and low status people would nod more, use more verbal reinforcements and more mitigation than men and high status people. Furthermore, it was assumed that women, who face a male interaction partner, use more mitigation to exert influence.The results showed that women independent of status used more verbal reinforcements and disclaimer as men and that low status people independent of status showed the communication behaviors nodding and mitigation more often than high status people. In view of the different groups results showed that in same-sex dyads individuals nodded more than in mixed-sex dyads.