Titelaufnahme

Titel
Von der Intermodalen Analogie zur Kunst des "Common Digit" / vorgelegt von Julia Royer
Verfasser/ VerfasserinRoyer, Julia
Begutachter / BegutachterinJauk Werner
Erschienen2011
Umfang90 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Musik / Kunst / Dynamisierung / Digitalisierung / Musik / Kunst / Dynamisierung / Digitalisierung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26837 Persistent Identifier (URN)
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Von der Intermodalen Analogie zur Kunst des "Common Digit" [0.39 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Rückblickend auf das 20. Jahrhundert werden zwei Entwicklungen betreffend Musik und bildende Kunst betrachtet: die Dynamisierung des Bildes und die Digitalisierung der Künste. Ausgehend von der pathologischen Synästhesie ? auch bekannt als ?Farbenhören? wird die intermodale Analogie, die der Synästhesie ähnelt, wobei es jedoch nicht zu einem zwangsmäßigen Sekundärreiz kommt, abgegrenzt. Intermodale Analogien haben die meisten Menschen mit einer hohen Vergleichbarkeit innerhalb eines Kulturkreises. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts, als eine Synästhesiebegeisterung durch Europa zog, nicht differenziert zwischen Synästhesie und intermodaler Analogie. Zeitgleich führten die technischen Entwicklungen zu soziokulturellen Veränderungen. Das Leben beschleunigte sich und die Kunst reagierte darauf. Die Musik befreite sich von der Tonalität, die bildende Kunst befreite sich vom Gegenständlichen. Angeregt vom Synästhesie-Interesse kam es zur Bildung von Analogien und Theorien zwischen Farben und Klängen was zur Dynamisierung des Bildes führte. Im Abstrakten Film hat sich die Logik der Musik letztlich auf das Bild übertragen. Kunst und Leben verschränkten sich bei Marcel Duchamp, Luigi Russolo, aber auch bei John Cage oder Nam June Paik, im Fluxus, Happening und Performance in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, wobei alle Sinne angesprochen wurden. Über die Videokunst kommt es zur Digitalisierung. Durch den digitalen Code werden Bild und Musik vollständig befreit. Der digitale Code wird willkürlich unter dem Prinzip der Spannung und Lösung gestaltet. Pop-Musizieren geht auf das originäre Musizieren aus dem Ausdruckslaut und Ausdrucksverhalten heraus, zurück, wo die Modellhaftigkeit kommunikativ-intuitiver Interface-Situationen liegt. Die Kunst des ?common digit? wird in erlebnisorientierten Technokulturen weitergelebt wo sich Kunst und Leben in Form eines ?Gesamtdatenwerks? vereinen.

Zusammenfassung (Englisch)

Looking back on the 20th Century, two developments are considered on music and visual art: the dynamization of the image and the digitization of the arts. Beginning with the pathological synesthesia - also known as "colored-hearing" there will be differentiated between the cross-sensory analogy that is similar to synesthesia, without forced secondary stimulus, and synesthesia. Most people have cross-sensory analogies. The comparability within a culture is high. In the beginning of the 20th Century, when a synesthesia-hype moved through Europe, there was no distinction between synesthesia and cross-sensory analogy. At the same time the technical developments led to socio-cultural changes. Life accelerated and art responded. Music freed itself from tonality and fine art freed itself from figuration. Inspired by a synesthesia-interest it came to the formation of analogies and theories between colors and sounds which led to the dynamization of the image. In the abstract film the logic of music was transferred to the image. Art and life itself united with Marcel Duchamp, Luigi Russolo but also in the second half of the 20th century with John Cage, Nam June Paik or in Happening, Fluxus and Performances, where all senses seem to fuse. Over video art, it came to the digitization. The digital code freed music and image completely from all figuration. The digital code is arbitrarily and purposely formed under the principle of tension and resolution. Making Pop-music leads back to the origins of making music which comes from expressive sound and expressive behavior. This could be the model for communicative and intuitive interface situations. The art of ?common digit? will continue to live in techno-culture where life and art unite in a ?Gesamtdatenwerk?.