Titelaufnahme

Titel
Sex and gender in second language aptitude : a state of the art report / vorgelegt von Anna Katharina Melcher
Verfasser/ VerfasserinMelcher, Anna
Begutachter / BegutachterinPeltzer-Karpf Annemarie
Erschienen2011
UmfangIII, 100 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Fremdsprachenlernen / Geschlechtsunterschied / Fremdsprachenlernen / Geschlechtsunterschied / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26744 Persistent Identifier (URN)
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Sex and gender in second language aptitude [1.13 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die im Volksmund schon seit Langem vertretene Ansicht, Mädchen seien die besseren Sprachenlerner, ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem beliebten Forschungsgenstand avanciert. Im Gegensatz dazu werden mathematische Begabung und räumliches Vorstellungsvermögen dem männlichen Geschlecht zugeschrieben. Wissenschaftler sehen sich somit mit einem Binärsystem konfrontiert, in welchem Eigenschaften und Fähigkeiten als männlich oder weiblich qualifiziert werden, um möglichen Unterschieden in der Sprachbegabung auf den Grund zu gehen und jene Prinzipien erklären zu können, auf die diese Unterschiede zurückzuführen sein könnten. Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, einen fundierten Überblick über die momentane Forschungslage zum Einfluss des Geschlechts auf die Zweitsprachenbegabung zu geben. Basierend auf den von Wissenschaftlern aus vielen verschiedenen Disziplinen erarbeiteten Daten wird untersucht, inwiefern sich im beliebten Geschlechterstereotyp ein wahrer Kern erkennen lässt. Dazu wird zunächst überprüft, welche Fähigkeiten auf Unterschiede in der Sprachbegabung hinweisen. Das eigentliche Ausmaß an Bedeutungen, die diesen Aspekten zuzuschreiben sind, ergibt sich jedoch erst aus ihrem Bezug zu den aus zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen stammenden Erklärungen, wie es zu den festgestellten Unterschieden kommt. Diese können im Hinblick auf ihre ideologische Orientierung einer Unterscheidung zwischen biologischem und sozialem Geschlecht entsprechend klassifiziert werden. Zum einen wird die Plausibilität einer biologischen Basis evaluiert, die sich aus Erkenntnissen im Erstspracherwerb, in der Evolutionspsychologie und in der Gehirnforschung ableiten lässt. Im Weiteren wird der Einfluss sozial motivierter Faktoren wie Sozialisierung, geschlechtsspezifisches Lernverhalten, Vorlieben und Interaktion im Unterricht erörtert. Erst durch eine kritische Reflexion beider Perspektiven lässt sich letztlich die Gültigkeit aller vorgeschlagenen Theorien erfassen.

Zusammenfassung (Englisch)

Similarly to any other ability, the ?talent? for learning foreign languages does not seem to be evenly distributed amongst people, and the difference most notably perceived is that between males and females. The common view that pervades popular science and folklore assumptions unequivocally points in the same direction: girls are better at foreign languages ? a stereotype which is usually contrasted with the impression that males possess superior mathematical or visual-spatial skills of males. Research thus leans towards a binary system of characteristics attributed to males and females to trace differences in verbal ability and to explain the principles underlying them.The aim of this thesis is to provide a sound overview of the current state of findings relating to the role of sex and gender in second language aptitude. Based on the data gathered by scientists from various disciplines, this thesis examines whether this popular stereotype can be assumed to be accurate by exploring how superior second language aptitude manifests in fields such as subject choice, language skills and cognitive ability. These aspects only derive their full scope of meaning from an analysis of the most dominant explanations for potential differences in aptitudes provided by numerous fields of research, which can be classified according to the notions inherent in the two terms ?sex? and ?gender? comparable to the ubiquitous distinction between nature and nurture. First, the paper discusses the plausibility of a biological basis of differences, as suggested by theories rooted in L1 research, evolutionary psychology and brain research. Second, the role of socially driven mechanisms, such as socialization processes as well as gender-typical learning behaviour, preferences and classroom interaction is addressed. Only a critical analysis of both perspectives can finally assess the validity of the multitude of theories proposed and acknowledge the steps that have already been made.