Titelaufnahme

Titel
Jan Ladislav Dussek (1760-1812) und das Londoner Musikleben seiner Zeit
Weitere Titel
Jan Ladislav Dussek (1760-1812) and the musical life of London at his time
Verfasser/ VerfasserinWozonig, Thomas
Begutachter / BegutachterinWalter, Michael
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117624 Persistent Identifier (URN)
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Jan Ladislav Dussek (1760-1812) und das Londoner Musikleben seiner Zeit [0.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit unternimmt erstmals umfassendere Bemühungen, das Wirken und Schaffen des böhmischen Komponisten Jan Ladislav Dussek (1760-1812) in einen übergeordneten sozialgeschichtlichen Kontext zu stellen und in seiner Abhängigkeit von seinem jeweiligen privaten und künstlerischen Umfeld zu durchleuchten. Dabei liegt der Fokus auf jenem Jahrzehnt, das Dussek zwischen 1788/89 und 1799 in London zubrachte, und das zweifellos den Höhepunkt seiner Karriere als Pianist, Komponist, Pädagoge, aber auch Geschäftsmann markiert.Nach einem biographischen Abriss der Jahre vor seinem Londonaufenthalt geht die Arbeit ausführlich auf das öffentliche europäische Musikleben der Zeit ein; hier wird vor allem die für Dussek so bedeutsame Institution des öffentlichen Konzerts behandelt. Anschließend wird im Speziellen das Musikleben Londons am Ende des 18. Jahrhunderts dargelegt, um zu veranschaulichen, weshalb „public musical life of the modern sort emerged first and foremost in eighteenth-century London” 1, und welche besonderen Voraussetzungen sich für Musiker wie Jan Ladislav Dussek hieraus ergaben.Der zweite Teil der Arbeit widmet sich Dusseks beruflichem wie privatem Dasein in der englischen Metropole. Auch hier bemüht sich die Darstellung darum, nicht nur Fakten auszubreiten, sondern zu zeigen, wie seine pianistischen und kompositorischen Aktivitäten mit der (keinesfalls konstanten) gesellschaftlichen, kulturellen und persönlichen Situation während dieses Jahrzehnts in Verbindung stehen. Im Zuge dieser Darstellung wird auch und möglicherweise überhaupt zum ersten Mal Dusseks Opernprojekt The Captive of Spilberg einer ausführlicheren Betrachtung unterzogen. Die Arbeit schließt mit einem Überblick über die letzten Jahre von seiner Flucht aus London bis zu seinem Tod 1812.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper aims at an examination of the life and work of the Bohemian composer Jan Ladislav Dussek (1760-1812) within its socio-cultural context, which is the second half of the 18th century. The focus will be on the decade from 1788/89 to 1799, which Dussek spent in London after he had migrated from Paris to the English metropolis. This period, without doubt, marks the height of his career as a pianist, composer, pedagogue, and even businessman in the fields of instrument making and music publishing.After an introduction on his life before his emigration to London, the paper presents a detailed account of the European musical life of the 18th century, whereby particular attention is paid to the emergence of the public concert. Thereafter, the focus shifts to the exceptional case of London, in order to demonstrate how „public musical life of the modern sort emerged first and foremost in eighteenth-century London”1, and how this environment affected a talented musician like Jan Ladislav Dussek and his contemporaries including Joseph Haydn (1732-1809), Muzio Clementi (1752-1832) and Johann Baptist Cramer (1771-1858).The second part of the paper is dedicated to his personal life and being as a musician within the aforementioned decade. Instead of a mere presentation of facts, the account aims at emphasizing the relationship between Dusseks artistic activities and his cultural and personal environment, which by no means remained constant over the time of his stay in London. Within this process, there will be perhaps for the first time ever a detailed examination of the composition and reception of his only opera, The Captive of Spilberg. The paper ends with a survey of the years from his escape from London to his death in 1812.