Titelaufnahme

Titel
Die strafrechtliche Beurteilung von Rückfallstätern
Weitere Titel
The criminal judgement of recidivists
Verfasser/ VerfasserinThurner, Nicole
Begutachter / BegutachterinSchmölzer, Gabriele
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-117552 Persistent Identifier (URN)
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Die strafrechtliche Beurteilung von Rückfallstätern [0.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Gegenstand der vorliegenden Diplomarbeit sind die Rückfallstäter, also Straftäter, welche nach einer bereits ergangenen Verurteilung eine neuerliche Straftat begehen, und die Beurteilung der Frage, wie diese Täter im österreichischen Strafrecht behandelt werden bzw. welche Auswirkungen und Folgen eine Rückfälligkeit nach sich ziehen. Die Behandlung der Rückfälligkeit von bereits straffälligen Rechtsbrechern wird oft als Maßstab für das Funktionieren des Strafrechtssystems angesehen. Zu Anfang beschäftigt sich diese Diplomarbeit mit den verschiedenen Definitionen des Rückfalls und mit den Rückfallstätern. Die Problematik der unterschiedlichen Terminologie des Rückfalls besteht darin, dass eine einheitliche und allgemein gültige Begriffsbestimmung unmöglich zu sein scheint und dies einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Der Rückfall, also die erneute Begehung einer strafbaren Handlung nach einer bereits erfolgten strafrechtlichen Sanktionierung, spielt im österreichischen Strafrecht vor allem im Bereich der Strafzumessung eine gewichtige Rolle. Dieser hat eine straferhöhende und in Sonderfällen überdies eine strafschärfende Wirkung. Voraussetzung für die Annahme des Erschwerungsgrundes des § 33 Z 2 StGB sowie der Regelung der Strafschärfung nach § 39 StGB ist/sind eine Vorverurteilung/en wegen einer auf der gleichen schädlichen Neigung beruhenden Tat. Neben der Möglichkeit der Bestrafung des rückfälligen Täters bietet das österreichische Strafrecht noch die Option der Unterbringung in einer Anstalt für gefährliche Rückfallstäter nach § 23 StGB. Die praktische Relevanz dieser Bestimmung ist sehr gering, sodass es sich fast schon um „totes Recht“ handelt. Der Rückfall kann unter gewissen Umständen auch zum Ausschluss- und Hinderungsgrund für die Anwendung bestimmter Regelungen wie der Diversion, der Einstellung wegen Geringfügigkeit nach § 191 StPO oder des Milderungsgrundes des „ordentlichen Lebenswande Z 2 StGB führen.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject of this diploma thesis are the recidivists and the assessment of how these criminals are dealt with in the Austrian criminal law or rather which consequences follow a recidivism. Recidivists are criminals, which were convicted before and committed a new crime. The treatment of recidivists is often used as a scale for the function of the criminal justice system of a State. At the beginning of this thesis different definitions for recidivism and recidivists will be described. The problem of different descriptions for recidivism is that a standardised and universal terminology seems to be impossible and this brings some difficulties along. The recidivism has a major role in the Austrian criminal law, especially in the field of sentence. It increases the penalty and in special cases the highest penalty can be overstepped. Previous conviction of the same harmful propensity is a requirement for a higher punishment, according to § 33 Z 2 StGB and § 39 StGB. In the Austrian criminal law there is also the option to place the criminal in an institute for dangerous recidivists, per § 23 StGB. The practical relevance is very low, so you can nearly speak about a “dead law”. In special circumstances the recidivism can lead to an exclusion criterion or an obstacle to the application of certain rules for example the diversion, cessation due to insignificance per § 191 StPO or the extenuating cause of proper decent lifestyle, according to § 34 Z 2 StGB.