Titelaufnahme

Titel
Die katholische Sozialethik aus dem Blickwinkel von Hans Küngs Weltethos : eine religionsphilosophische Studie / vorgelegt von Marianna Matzer
Verfasser/ VerfasserinMatzer, Marianna
Begutachter / BegutachterinGrabner-Haider Anton
Erschienen2011
Umfang96 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Küng, Hans / Katholische Soziallehre / Küng, Hans / Katholische Soziallehre / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26291 Persistent Identifier (URN)
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Die katholische Sozialethik aus dem Blickwinkel von Hans Küngs Weltethos [0.81 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der katholische Theologe Hans Küng veröffentlichte 1990 seine Idee eines Weltethos, mit welchem er einen Beitrag dazu leisten möchte, die Religionen der Welt zu einem friedlichen Miteinander zu führen. Die Basis dieses Weltethos bilden vier Weisungen, an denen es sich zu orientieren gilt: Die Verpflichtung zu einer Kultur der Gewaltlosigkeit, der Solidarität, der Toleranz und eine Forderung nach einer Kultur der Gleichberechtigung. Abgerundet werden diese vier Eckpunkte mit der sogenannten Goldenen Regel, die die zentrale ethische Grundmaxime ist, auf welcher alles aufbaut. Mit diesen Weisungen als Richtschnur gelte es nun nach Hans Küng jede Religion, begonnen bei der eigenen, zu prüfen. Was mit ihr konform geht ist zu stärken, was ihr widerspricht zu überdenken und zu reformieren. Dies ist der Blick, mit welchem die katholische Sozialethik betrachtet wird, wobei so manche Unstimmigkeiten zu bemerken sind:Die immer noch gängige Predigt der Erbsünde, die untergeordnete Stellung der Frau, die Herabsetzung der Sexualität, das damit einhergehende Verbot der Empfängnisverhütung, und die Unfehlbarkeit der katholischen Kirche lassen sich unter anderem aus der Sicht von Hans Küng nicht mit dem angestrebten Weltethos vereinbaren. Ein erster Schritt in Küngs Richtung wäre eine Revidierung des Absolutheitsanspruchs der katholischen Kirche, der beinhaltet, dass der Katholizismus die einzig wahre Religion sei. Mit einem solchen Eigenverständnis ist nach Küng ein Dialog unmöglich, da die andere Religion nie als gleichwertig angesehen werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

In 1990 Catholic theologian Hans Küng published his idea of a global ethic, with which he wants to contribute to a peaceful future and cooperation of all religions on earth. The foundation of this global ethic is guided by four directives: an obligation to a culture of non-violence, tolerance, solidarity and equality for everybody. These directives are completed with the so-called golden rule, which is the most important maxim in Küng?s global ethic.Küng then suggests examining every religion, starting with your own, on the basis of these directives. What concurs with these requirements, should be strengthened, what contradicts them, should be reconsidered and reformed. Assessing Catholic social ethics from this perspective, several inconsistencies will be noticed.According to Hans Küng, several doctrines of the Catholic church are not compatible with his idea of a global ethic: preaching original sin, belittling the status of women, disparaging sexuality, consequently prohibiting contraception, and, last but not least, the doctrine of infallibility. A first step in the direction advocated by Küng would be a revision of the claim to absoluteness, which renders all dialogue impossible since on the basis of that doctrine no other religion can be accepted as equal.