Titelaufnahme

Titel
Neue Beschäftigungsverhältnisse und die Lage der ArbeitnehmerInnen : die Effekte von Liberalisierung und Flexibilisierung am Beispiel der österreichischen Post / Hermann Moser
Verfasser/ VerfasserinMoser, Hermann
Begutachter / BegutachterinHaller Max
Erschienen2011
Umfang108 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Öffentlicher Dienst / Liberalisierung / Beschäftigungsform / Europäische Union / Öffentlicher Dienst / Liberalisierung / Beschäftigungsform / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26133 Persistent Identifier (URN)
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Neue Beschäftigungsverhältnisse und die Lage der ArbeitnehmerInnen [0.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, die Struktur moderner Beschäftigungsverhältnisse vor dem Hintergrund fortschreitender Liberalisierungs- und Flexibilisierungstendenzen am Beispiel der österreichischen Post zu untersuchen und ihre sozio-ökonomischen Auswirkungen auf Biographien zu analysieren. In den letzten Jahren und Jahrzehnten konnte man in Europa fortschreitende Liberalisierungs- und Flexibilisierungstendenzen beobachten. Beispielsweise kommen durch die vollständige Öffnung des Postmarktes in Europa im Laufe des Jahres 2011 neue wirtschaftliche Aufgaben auf die österreichische Post zu. Andererseits stehen Unternehmen immer stärker in einem internationalen Konkurrenzdruck und fordern daher eine vermehrte Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen. Aus diesen Entwicklungen sind neue, moderne, sogenannte atypische Beschäftigungsverhältnisse, wie Teilzeitarbeit, Leiharbeit oder beispielsweise neue Selbstständige (z.B. Werkvertragsnehmer) entstanden. Diese atypischen Beschäftigungsverhältnisse können sowohl Vor- als auch Nachteile für Arbeitnehmer haben. Wie prekär Arbeitnehmer schließlich zu verorten sind, hängt primär von ihrer sozio-ökonomischen Situation, sowie von ihrer subjektiven Wahrnehmung ab. Die Arbeit zeigt unter anderem, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse vor allem Auswirkungen auf drei Lebensbereiche haben können: Erstens können atypische Arbeitsverhältnisse zur Destandardisierung von Lebensläufen beitragen, indem sie beispielsweise Ausbildungszeiten verlängern. Zweitens sind atypisch Beschäftigte oft in benachteiligten Arbeitsmarktsegmenten zu finden und haben kaum eine Chance, in privilegiertere Segmente zu wechseln. Drittens wirken sich atypische Arbeitsverhältnisse auf die Planbarkeit der Zukunft aus, da beispielsweise befristet Beschäftigte oft nicht wissen, was sie nach ihrer befristeten Stelle arbeiten werden. Viertens zeigt die Arbeit, dass sich atypische Arbeitsverhältnisse negativ auf das Einkommen auswirken können.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this scientific paper is an analysis of existing employment structures regarding proceeding liberalisation and transition to flexible working hours using the example of the Austrian Post AG. Beyond that the paper gives a survey of socio-economic impacts to environment due to changed employment contracts.In the last years and decades a proceeding deregulation and transition to flexible working hours was noticeable in Europe and also in Austria. For instance, the postal market in Europe will be completely opened in the course of the year 2011. That means one the one hand new challenging duties and responsibilities for the Austrian Post AG. On the other hand, business companies must assert themselves in a more and more international market. Consequently firms claim for flexible working hours to stay competitive. Because of this deployment, new employment-contracts have occurred, like part-time-jobs or temporary employment. These new atypical employment relations could have both positive and negative impacts on jobholders. That depends mostly on their socio-economic situation. The paper reveals among other things that atypical employment particularly has effects on three parameters of work. Firstly, atypical employment could account for destandardisation of curricula vitae, for example by extending education time. Secondly atypical employment is often found in disadvantaged segments of the job market. For that reason it is very difficult to change into more privileged areas. Thirdly atypical employment could be a negative factor for planning future life because for instance temporary employed persons don?t know where they will work in a few years. Moreover the paper shows that atypical employment could be a negative factor regarding remuneration.