Titelaufnahme

Titel
From climate variability to weather risk : the impact of snow conditions on tourism demand in Austrian ski areas / Christoph Töglhofer
Verfasser/ VerfasserinTöglhofer, Christoph
Begutachter / BegutachterinMestel Roland ; Schleicher Stefan
Erschienen2011
UmfangXXIV, 194 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Skigebiet / Wintertourismus / Wetter / Risiko / Österreich / Skigebiet / Wintertourismus / Wetter / Risiko / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26078 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit präsentiert einen Ansatz zur Schätzung von Wetterrisiken sowie dessen Anwendung am Beispiel des österreichischen Wintertourismussektors. Dabei werden für 185 Schigebiete und die Saisonen 1972/73 bis 2006/07 die Auswirkungen der Schneebedingungen auf die Nächtigungsnachfrage geschätzt. Die Modellierung erfolgt anhand von 3 Schritten: (1) wird die Verteilung mehrerer Wetterindices modelliert (2) wird die Abhängigkeit der Nächtigungen von den Schneebedingungen mithilfe von ADL (?autoregressive distributed lag?)-Modellen geschätzt, und (3) wird das resultierende Risiko mithilfe des Value at Risk(Wetter) bzw. VaR(Wetter) dargestellt, welcher den maximalen wetterbedingten Verlust wiedergibt, der mit einer bestimmter Wahrscheinlichkeit in einer bestimmten Periode nicht überschritten wird. Die Resultate unterstreichen die Wichtigkeit, im Zuge der Analyse von Wetterrisiken sowohl die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Ereignisses als auch dessen mögliche Schadenshöhe zu betrachten. Trendanalysen weisen auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Wintern mit ungünstigen Schneebedingungen hin. Gleichzeitig zeigt sich für die meisten Gebiete eine positive Abhängigkeit der Nächtigungen von den Schneebedingungen, jedoch deuten Analysen auf eine Abnahme der negativen Auswirkungen von schneearmen Wintern hin. Insgesamt beträgt der geschätzte 95%-VaR(Wetter) je nach Schigebiet zwischen 1.7 % und 50.5 % (Median: 7.2 %), mit einem entsprechenden Umsatzverlust für die Beherbergungsunternehmen von bis zu 19 Millionen Euro (Median: 500 000 Euro) und einem aggregierten 95%-VaR(Wetter) von 157 Millionen Euro. Mögliche Schätzfehler sind u. a. durch Unsicherheiten in den meteorologischen Daten und durch Änderungen des Adaptionsniveaus bedingt. Des Weiteren zeigt sich, dass Betriebe in tiefer gelegenen und kleineren Schigebiete verstärkt verwundbar sind, da sie neben einem höheren Wetterrisiko meist auch eine geringere Rentabilität und höhere Verschuldung aufweisen.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis a methodological framework for assessing non-catastrophic weather risk is presented and applied on the winter tourism industry in Austria by examining the impacts of snow conditions on tourism demand in 185 ski areas in the period 1972/1973 to 2006/2007. A three-step approach is proposed: (1) modelling the distribution of several weather indices, e. g. days with snow depth >1 cm, (2) estimating the dependency of overnight stays on snow conditions by means of an Autoregressive Distributed Lag (ADL) model, (3) measuring Value at Risk(weather), in short VaR(weather), corresponding to the maximum loss from adverse weather conditions which is not exceeded with a given probability level over a given period of time. Results emphasize the importance of considering both the probability of an event and its potential impact for estimating weather risks. Trend analyses provide evidence that the probability of seasons with adverse natural snow conditions substantially increases. At the same time, analyses show a predominantly positive dependence of overnight stays on snow conditions, but also suggest that impacts have decreased in recent years, probably owing to the major increase in snowmaking. Overall, estimates of the 95%-VaR(weather), corresponding to a 1 in 20 year event, range from a 1.7 % to 50.5 % loss in overnight stays in ski areas (median ski area: 7.2 %). This is equivalent to a loss in sales of up to 19 million Euro (median ski area: 500 000 Euro) and yields an aggregate 95%-VaR for the accommodation industry of 157 million Euro. Potential sources of biases in these estimates are e. g. uncertainties in the meteorological data and changes in the level of adaptation. Finally, a linking of weather risk estimates to financial ratios for hotels reveals that hotels in lower lying and smaller areas do not only face higher weather risk, but also tend to be less profitable and exhibit higher debt ratios.