Titelaufnahme

Titel
Das Symbol im Bild : propagierte Geschlechterbilder auf Postkarten im Ersten Weltkrieg in Österreich-Ungarn / vorgelegt von Lisa Schögler
Verfasser/ VerfasserinSchoegler, Lisa
Begutachter / BegutachterinKonrad Helmut
Erschienen2011
Umfang113 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich-Ungarn / Weltkrieg <1914-1918> / Geschlechterrolle / Postkarte / Österreich-Ungarn / Weltkrieg <1914-1918> / Geschlechterrolle / Postkarte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26045 Persistent Identifier (URN)
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Das Symbol im Bild [2.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit wirft einen näheren Blick darauf, was uns die Symbole einer Bildquelle über die Geschlechterbilder des Ersten Weltkrieges erzählen können und inwiefern sich jene analysieren und einordnen lassen ? in diesem Falle die propagierten Symbole der Geschlechterbilder während des Krieges. Für diese Analyse wurde der Bestand des steiermärkischen Landesarchives ?Ansichtskartensammlung Erster Weltkrieg Teil 1/2? herangezogen.Männern wurde das Ideal des pflichtbewussten, opferbereiten, gestählten Soldaten oktroyiert, welcher durch die ?Schule des Krieges? zum Manne reifen sollte, wohingegen Frauen in die gebende, aufopfernde, pflegende, tugendhafte Mutterrolle positioniert wurden.In der vorliegenden Arbeit wurden die stereotypen Geschlechterbilder des Mannes in jene des Soldaten, des Helden, des Kameraden, des sterbenden Soldaten, des Veteranen und den weichen Kern des Soldaten gegliedert. Dahingegen wurde das Weiblichkeitsbild in die treue, wartende Frau, die Frau an den Fronten und die Frau als Insignie der Nation kategorisiert.Folgende Schlussbetrachtungen ließ die vorliegende Arbeit zu:Die Frau wurde propagandistisch nicht nur in den Bereich des Hinterlandes, sondern auch an die Front positioniert, allerdings nur im gesellschaftlich erlaubten Rahmen ? als Friedensengel und Frontschwester. Die ständig wiederkehrenden religiösen Symbolismen sowie die idyllische, harmonische Inszenierung der Bilder zeigen auf, dass diese Darstellungen ebenfalls die Moral an der Front aufrechterhalten sollten. Dabei bezog man sich in der Bildsprache bewusst auf Geschlechterrollen der Vormoderne. Man gestaltete eine Form der ?Entmodernisierung? der Gesellschaft gegenüber den Unsicherheiten des technologischen Krieges und kulturellen Neuerungen, welche das 20. Jahrhundert mit sich brachte.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis analyzes what kind of gender roles were propagandized on picture post cards of the First World War and what it is that picture sources are able to tell us nearly 100 years after this event. In order to answer these questions I worked with the asset of the styrian archive in Graz ?Ansichtskartensammlung Erster Weltkrieg Teil1/2?.Men were propagandized as stereotypical and idealistic national superheroes, as perfect soldiers, always ready and willing to sacrifice themselves for the greater good ? the nation, the fatherland and the monarchy.Women were put in the gentle, self-sacrificing position of the mother and beloved wife. They were allowed to act within the frame that was accepted by society and therefore not only categorized in the area of the home but also on the front of war, but only as nurse or angel of peace.Furthermore, the following stereotypical representations of gender were categorized in this thesis:On the one hand, men were represented as the soldier, the hero, the comrade, the dying soldier, the veteran and the gentle side of the soldier. Women on the other hand, were propagandized as the faithful girl, the women in the home- and warfront and women as symbols of the nation.To conclude, it can be seen that the symbols and signs that depicted certain gender models were always transported through a harmonic and idyllic atmosphere, they were religious symbols and omnipresent. Picture postcards bridged the distance to ?home? and therefore they were used by officials to construct a certain picture that should strengthen the soldiers? morale on the front. The picture postcards are connecting to pre-war gender models to build up a contrast to the new war technologies, innovations of the culture und uncertainty of the society of the 20th century.