Titelaufnahme

Titel
Transidentität und Geschlechtswechsel : Stationen auf dem Weg zum anderen Geschlecht aus kulturanthropologischer Sicht / vorgelegt von Stephanie Tomschitz
Verfasser/ VerfasserinTomschitz, Stephanie
Begutachter / BegutachterinSchrutka-Rechtenstamm Adelheid
Erschienen2011
Umfang100 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Transsexualismus / Geschlechtsumwandlung / Transsexualismus / Geschlechtsumwandlung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-26004 Persistent Identifier (URN)
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Transidentität und Geschlechtswechsel [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Unsere Gesellschaft vertritt das System der Zweigeschlechtlichkeit, in deren starren Konstruiertheit es nur Mann und Frau gibt. Es gilt das Motto: Du bist entweder das eine oder das andere und das ein Leben lang. Im Laufe des Heranwachsens erwirbt ein Mensch die geschlechtlichen Stereotypen der Gesellschaft, sowie die vorherrschenden Geschlechterrollen und baut sein eigenes Geschlechtsverständnis auf. So stimmt die Geschlechtsidentität bei den meisten Menschen mit ihrem körperlichen Geschlecht überein. Doch was, wenn nicht? Was, wenn eine junge Frau ihren weiblichen Körper als ?falsch? empfindet und beschließt fortan als Mann leben zu wollen? Was, wenn ein Mann seine Hosen in Röcke tauscht und sozial gesehen, in die Rolle einer Frau schlüpft? Was ist mit den Menschen, die sich weder dem weiblichen, noch dem männlichen Bild zuordnen können? Die Geschlechtsidentität bei Transidenten stimmt mit dem biologischen Geschlecht nicht überein und so streben sie im Laufe ihres Lebens eine Angleichung an das Wunschgeschlecht an. Sie durchlaufen eine Art Fahrplan, der sich als Wachstums- und Lernprozess darstellt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich aus kulturanthropologischer Sicht mit den einzelnen Stationen, die transidente Menschen durchlaufen müssen. Basierend auf der eigenen Forschung und den Interviews mit zwei Mann-zu-Frau-Transidenten werden einzelne Lebensabschnitte dargelegt und diskutiert. Es kommt zum Abgleich mit der Theorie und es wird resümierend auf Themen wie Gender, Geschlechtsstereotypen, Körperlichkeit und Fremdheit in Zusammenhang mit Transidentität eingegangen.

Zusammenfassung (Englisch)

Our society is based on a constructed system of two genders where we differentiate between men and women. Along the lines of: you are either the one or the other ? for lifetime. When we grow up, we learn the gender stereotypes and the dominant gender role of our society. The identity of each person is based on it. In most cases the gender identity and the sex of a person is corresponding. But what if it is not? What if a young woman doesn't get along with its sex and wants to live as a man? What if a man changes his jeans into skirts and starts living a female gender? Imagine people who can not correspond with either being male or female? The gender identity of a transsexual doesn't conform with its sex. That's why transsexuals want to get their sex changed and they have to pass a kind of schedule, containing a process of growing and learning. This work deals with the stages transsexuals are confronted with. In theory the change contains therapy, hormonal and surgical adaption and one year, while you have to live in the desired gender. In reality it is much more than this. The text is based on a field work and interviews with two man-to-female-transsexuals, who are talking about their life ?in between? the two genders and the final sex change. From an cultural anthropological sight I finally discuss themes like gender, corporeality and foreignness related to the transsexual phenomenon.