Titelaufnahme

Titel
Kurzzeitplastizität des tonalen Hörens durch auditives Training / Tanja Tösch
Verfasser/ VerfasserinTösch, Tanja
Begutachter / BegutachterinSeither-Preisler Annemarie
Erschienen2011
Umfang80, [22] Bl. Anh. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ton <Akustik> / Lautwahrnehmung / Hörerziehung / Ton <Akustik> / Lautwahrnehmung / Hörerziehung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25903 Persistent Identifier (URN)
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Kurzzeitplastizität des tonalen Hörens durch auditives Training [5.01 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Diplomarbeit wird der Frage nachgegangen, ob die Art der Wahrnehmung beim Hören harmonischer Klänge trainiert werden kann und ob sich dies auch auf das Hören neuer, nicht direkt trainierter Klänge sowie auf die visuelle Mustererkennung auswirkt (mögliche Transfereffekte). Als Reize wurden Klangpaare verwendet, welche zweideutig konstruiert waren. Der Grundton und ein Teil der Obertöne fehlten. Aus der Klassifikation einer größeren Zahl solcher Reize im Rahmen des Auditory Ambiguity Tests (AAT; Seither-Preisler et al., 2007) wurde die relative Tendenz zum Grundtonhören (abstraktes, vervollständigendes Hören) bzw. zum Obertonhören (konkretes Hören) bestimmt. Zwanzig weibliche und zehn männliche ProbandInnen im Alter zwischen 18 und 57 Jahren nahmen an der Studie teil. Es wurden 2 Gruppen zu je 15 Personen gebildet, eine Trainingsgruppe und eine Expositionsgruppe. Beide Gruppen hatten den AAT über mehrere Sitzungen wiederholt durchzuführen. Nur die Trainingsgruppe erhielt ein zusätzliches Hörtraining, wobei die Reize des AAT verwendet wurden, aber der (sonst fehlende) Grundton nun besonders laut mit 3-facher Intensität zugespielt wurde. In beiden Gruppen zeigte sich im Untersuchungsverlauf eine steigende Tendenz zum Grundtonhören. Allerdings wurde kein Unterschied zwischen den Gruppen gefunden, d.h. das spezifische Hörtraining hatte keinen Effekt. Der Lerneffekt durch wiederholte Testdurchführung, d.h. durch Reizexposition, übertrug sich auch auf vergleichbare zweideutige Reize eines anderen Hörtests (Transfereffekt). Bezüglich verschiedener Maße der Antwortsicherheiten wurden keine Unterschiede zwischen den Gruppen gefunden. Überraschenderweise wiesen die ProbandInnen bezüglich visueller Gestaltwahrnehmung am Ende der Untersuchung schlechtere Leistungen auf als zu Beginn. Die Grundtonwahrnehmung zu Beginn erwies sich als die einzige Variable, welche die Lerntendenz und das Ausmaß der Grundtonwahrnehmung am Ende der Untersuchung vorhersagen konnte.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis investigated the question, if it is possible to train a subject?s perception of harmonic complex tones and of whether this has a generalizing effect on the perception of similar, but new auditory stimuli. Moreover, possible transfer-effects on visual pattern recognition were of interest. The stimuli used in this study were ambiguous pairs of complex tones with missing fundamental frequencies. Falling missing fundamental frequencies were associated with physically present rising overtone spectra, and vice versa. By means of the Auditory Ambiguity Test (AAT; Seither-Preisler et al., 2007) the relative tendency of a subject to hear out the missing fundamental frequency (abstract, completing hearing) or the actual sound spectrum (concrete hearing) was determined with a set of 100 ambiguous tone-pairs. The age of the tested subjects varied from 18 to 57 years. Two groups, one exposition-group and one training-group, each containing 15 subjects, were compared. Both groups were repeatedly presented with the AAT. Only the training group received fundamental pitch training (AAT version with the same tone-pairs, but now containing the fundamental frequencies with threefold intensity) between the testing sessions. In course of the experiment, the subjects of both groups showed an increasing tendency towards fundamental pitch perception, with no difference between the two groups; hence the specific training was not effective. A transfer effect of auditory learning through repeated exposure was found to ambiguous complex tone stimuli of another auditory test with similar stimuli. Moreover, both groups were tested for their visual pattern recognition at the beginning and at the end of the study, with poorer results at the second session. The AAT-score at the beginning of the experiment was the only variable which could significantly predict the learning progress and the AAT-performance at the end of the study.

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