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Titel
Der Einfluss unterschiedlicher Emotionsregulationsstrategien auf die neuronale Aktivierung beim Betrachten von Nahrungsmittelbildern: Eine fMRT-Studie / Sonja Übel
Verfasser/ VerfasserinÜbel, Sonja
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2011
Umfang142 Bl. : Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bildbetrachtung / Lebensmittel / Hirnfunktion / Bildbetrachtung / Lebensmittel / Hirnfunktion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25859 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss unterschiedlicher Emotionsregulationsstrategien auf die neuronale Aktivierung beim Betrachten von Nahrungsmittelbildern: Eine fMRT-Studie [1.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wie wirken sich unterschiedliche experimentelle Bedingungen (Betrachten, Verstärken, Abschwächen) in Abhängigkeit des Bildmaterials (30 hochkalorische Nahrungsmittelbilder und 30 neutrale Szenen) auf die subjektiven Bewertungen von Valenz und Appetit und den assoziierten Gehirnaktivierungen in den Arealen des OFC, des Striatums, des DLPFC/DMPFC, des ACC sowie der Insula und Amygdala aus? Insgesamt nahmen 26 gesunde Frauen mit unterschiedlichem Body-Maß-Index (BMI: 18,58 bis 45,65) an der Studie teil. Die Probandinnen sollten den emotionalen Gehalt der Bilder entweder anhand einer Neubewertung (Reappraisal-Strategie) verstärken oder abschwächen. Hier sollten die Bilder nur passiv betrachtet werden. Nach der Präsentation erfolgte eine Bewertung hinsichtlich Valenz und Appetit. Die einzelnen experimentellen Bedingungen unterschieden sich hinsichtlich der Valenz- und Appetitbewertungen signifikant voneinander. Die funktionellen Daten zeigten in weiterer Folge, dass die Bedingung Betrachten Nahrung zu Betrachten Neutral stärkere Aktivierungen in der Insula (bilateral), dem OFC und dem ACC aufwies. Auch zeigte sich die besondere Bedeutung der Bedingung Abschwächen, diese Strategie führte im Vergleich zu Betrachten Nahrung und Verstärken zu einer stärkeren Assoziation in den Arealen des DLPFC/DMPFC, des Striatums, des OFC und des ACC, wobei die Amygdala und Insula nur im Vergleich zu Betrachten Nahrung höhere Assoziationen aufwies. Weiters gingen der Body-Maß-Index (BMI) und der Hunger in die Berechnungen ein und führten zu einer negativen Korrelation. Hier zeigten sich unter der Bedingung Verstärken, in Abhängigkeit des BMI, signifikante Aktivierungen im DLPFC/DMPFC, der Insula, des OFC sowie des ACC. Der Hunger korrelierte unter der Bedingung Abschwächen negativ mit dem DLPFC/DMPFC, der Insula, dem OFC und dem ACC. Auch die Belohnungssensitivität wies einen negativen Zusammenhang unter der Bedingung Verstärken mit dem DLPFC auf.

Zusammenfassung (Englisch)

What is the effect of different experimental conditions (observation, up-regulation, down-regulation), depending on the picture material (30 high calorie foods and 30 neutral sequences), on the subjective assessment of valence and appetite and the associated brain activation in the brain areas of the orbitofrontal cortex (OFC), the striatum, the dorsolateral and dorsomedial prefrontal cortex (DLPFC/DMPFC), the anterior cingulate cortex (ACC) as well as the insula and amygdala. A total of 26 healthy females with different body mass index (BMI 18.58 to 45.65) participated in the trial. The test subjects were to reinforce the content of the illustrations either based on a re-assessment (reappraisal strategy) (?it looks delicious) to up-regulate or down-regulate the positive influence of the pictures to reach a neutral interpretation (?the food is made of plastic?). Both pictures of food and neutral sequences were displayed under the condition observation. The subjects were only to passively observe the pictures. Following the presentation they were to make an assessment in terms of valence (positive ? negative) and appetite. The individual experimental conditions significantly differ regarding their assessments for valence and appetite. The functional data further indicates that the conditions observation food to observation neutral shows stronger activation in the insula (bilateral), the OFC and the ACC. This present trial shows the particular importance of the condition down-regulation, this strategy, compared to viewing food and up-regulation, leads to a stronger association in the areas of the DLPFC/DMPFC, the striatum, the OFC, the ACC while the amygdala and insula only exhibit higher associations compared to observation food.