Titelaufnahme

Titel
Atypische cerebrale Dominanz am Beispiel von gekreuzter Aphasie und Apraxie / vorgelegt von Elisabeth Finotti
Weitere Titel
Crossed aphasia and apraxia an example for atypical cerebral dominance
Verfasser/ VerfasserinFinotti, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinGadler Hanspeter
Erschienen2011
Umfang103 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Aphasie / Apraxie / Lateralität / Aphasie / Apraxie / Lateralität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25655 Persistent Identifier (URN)
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Atypische cerebrale Dominanz am Beispiel von gekreuzter Aphasie und Apraxie [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Lateralisierung verschiedener Funktionen im Gehirn ist eine seit langer Zeit bewiesene Tatsache. Gewöhnlich wird die linke zerebrale Hemisphäre als die für Sprache dominante Hemisphäre angesehen. Aber schon seit mehr als 100 Jahren sind Aphasiefälle bekannt, die beweisen, dass Sprache auch rechts lateralisiert sein kann. Diese seltenen Fälle geben der Wissenschaft Anlass, die Zusammenhänge zwischen zerebraler Dominanz für Sprache, Praxie und Händigkeit zu erforschen. Hauptthema der Diplomarbeit ist die gekreuzte Aphasie, die ein Beispiel für atypische zerebrale Lateralisation darstellt. Die Diplomarbeit führt zu Beginn kurz in psycholinguistische Grundlagen zum Gehirnaufbau und zur Lateralisierung im Allgemeinen ein und gibt Einblick in die verschiedenen Aphasieformen. Der Terminus gekreuzte Aphasie bezieht sich auf Rechtshänder, die nach einer rechtshemisphärischen Gehirnschädigung eine Aphasie aufweisen. In der vorliegenden Fallstudie ist diese Aphasie mit einer Apraxie verbunden. Eine Einführung in die unterschiedlichen Apraxietypen und in die Zusammenhänge von Sprache, Praxie und Händigkeit bildet die Überleitung zu den hier verwendeten Diagnose- und Therapiematerialien LEMO und MODAK. Die anonyme Fallstudie beschreibt detailliert die individuelle Symptomatik bei einem Krankheitsfall mit gekreuzter Aphasie und buccofazialer Apraxie. Die individuelle Analyse dieses Falls bietet die Grundlage für die nachfolgende Diskussion, in der ähnliche Fälle aus der Literatur mit dem vorliegenden Störungsmuster verglichen werden. Hierbei kommen auch die Problematik der Diagnose und die Schwierigkeiten beim Vergleich derartiger Fälle zur Sprache. Anhand der vorhandenen Daten erfolgt eine Interpretation mit Bezug zu den bisherigen Hypothesen bezüglich des Zusammenhangs von Sprache, Praxie und Händigkeit sowie der Diagnose der gekreuzten Aphasie. Die Fallstudie liefert somit einen weiteren Beitrag zur Erforschung der gekreuzten Aphasie in Verbindung mit Apraxie.

Zusammenfassung (Englisch)

The lateralization of different functions in the human brain represents a longstanding proven fact. Usually, it is the left cerebral hemisphere, which is seen as the dominant one for language. But since more than 100 years there are also known cases, which demonstrate the dextral lateralization of language. Scientists still work on this topic and try to find the correlations between cerebral dominance for language, praxis and handedness. Main topic of this work is the crossed aphasia, which represents an example for an atypical cerebral lateralization of functional processes in the brain. In the present case crossed aphasia is even connected with buccofacial apraxia. After a short approach to the psycholinguistic foundations as the structure of the human brain, lateralization and different forms of aphasia, the main work refers to crossed aphasia. This term characterises aphasic syndromes after a right-hemispheric brain damage in right handers. An additional introduction to the different forms of apraxia and the connections of language, praxis and handedness offers the transition to the applied materials for diagnosis and therapy ? LEMO and MODAK. The present case study describes in detail the individual symptomatology in a case of crossed aphasia with buccofacial apraxia. The individual analysis of this case is the foundation for the following discussion, in which similar cases of the literature are compared to the present pattern of disorders. Hereby, the problems of diagnosis and the difficulties concerning the comparability of such cases are discussed as well. By means of the available data an interpretation takes place with respect to the previous hypotheses in terms of language, praxis and handedness as well as in terms of the diagnosis of crossed aphasia. Hence this case study delivers another contribution to the investigation of crossed aphasia in connection to apraxia.

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