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Title
"Das Kriegsgefangenenlager in Knittelfeld" : eine Untersuchung der Akten des Kriegsarchivs Wien von den ersten Bemühungen Otto Zeilingers zur Errichtung des Lagers Knittelfeld bis zur Umwandlung des Kriegsgefangenenlagers in ein Militärspital / vorgelegt von Stefan Brenner
Additional Titles
The camp for prisoners of war in Knittelfeld (Styria). An analysis of the records of the "Kriegsarchiv" in Vienna. Beginning from the first efforts of Otto Zeilinger building a camp for prisoners of war until the transformation of the prisoners of war camp into a military hospital
AuthorBrenner, Stefan
CensorKonrad Helmut
Published2011
Description135 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Knittelfeld / Kriegsgefangenenlager / Geschichte / Knittelfeld / Kriegsgefangenenlager / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25605 Persistent Identifier (URN)
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"Das Kriegsgefangenenlager in Knittelfeld" [0.71 mb]
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Abstract (German)

Das Lager in Knittelfeld war ein Gefangenlager, das auf private Initiative errichtet wurde. Otto Zeilinger wollte durch die Verpachtung seiner Grundstücke an die Heeresverwaltung einen drohenden Konkurs abwenden. Große Kriegsgefangenenlager für Soldaten von fremden Armeen wurden im Ersten Weltkrieg erstmals notwendig, da diese in der Haager Landkriegsordnung verankert wurden. Im Ersten Weltkrieg trat die Haager Landkriegsordnung erstmals für alle kriegsführenden Parteien in Kraft, und wurde auch von allen Konfliktparteien so gut als möglich eingehalten. Warum diese wirklich eingehalten wurde, ob aus Menschlichkeit, oder doch aus rein bürokratischen Überlegungen. Der Lagerbetrieb in der Monarchie sollte bald erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Zuerst wurde eine Vielzahl der Lager zu klein dimensioniert, was dazu führte das sich Seuchen endemisch in den Lagern ausbreiten konnten. Auch musste die Langeweile denen die Kriegsgefangenen ausgesetzt waren vermindert werden. Daher wurden die kriegsgefangenen Mannschaftsgrade in der Umgebung der Lager bei Arbeitseinsätzen auf verschiedenen Betrieben eingesetzt. Durch diese Arbeitseinsätze konnte auch der Arbeitskräftemangel der kriegsbedingt entstand etwas gemildert werden. Auf den Arbeitsstellen kam es aufgrund der geringen Bewachungsmöglichkeiten zu einzelnen Fluchtversuchen. Mit der Eröffnung der Italienfront lagen plötzlich die meisten Kriegsgefangenenlager auf dem österreichischen Staatsgebiet im Etappenraum. Daher wurden die Lager in andere militärische Einrichtungen umgewandelt. Im Falle des Lagers Knittelfeld wurde aus dem Lager ein Militärspital für österreichisch-ungarische Soldaten. Nach Kriegsende wurde auf dem Areal des Lagers die sogenannte Knittelfeder-Neustadt errichtet. In dieser Neustadt wurden zuerst die ehemaligen Angestellten des Militärspitals untergebracht, die nicht mehr in ihre alte Heimat zurückkehren wollten oder konnten.

Abstract (English)

The camp in Knittelfeld was a prisoners camp which was erected after a private initiative. Otto Zeilinger tried to avoid his financial ruin by leasing his properties to the ?Heeresverwaltung?. POWs camps with a larger amount of prisoners became necessary with the convention of the Hague. In the First World War all parties who attended the war signed the convention of the Hague. The rules of the convention of the Hague were adhered by all parties of the war. Why the rules of the convention were adhered is not very clear, probably for human reasons or because of the bureaucracy. The operation in the camps in the monarchy became in trouble, because the camps where to small in size for the amount of soldiers which were captured, in a further step endemic plagues spread in the camps. A other problem was the boredom of the soldiers who where arrested in the camps. To avoid the boredom the soldiers had to work at several enterprises in the surrounding of the POWs camps. Through this work the acute deficit of laborer could be balanced with the POWs. At the places of employment several attempts of escape took place because of theabsence of minder. With the opening of the Italian Front all camps for POWs in the national territory of Austria where in the back area. For this reason all camps were transformed into other military facilities. In case of Knittelfed the camp was transformed into a military hospital for soldiers of the Austrian-Hungarian army. After the Great War on the area of the camp the so called ?Knittelfelder-Neustadt? was established. In this ?Neustadt? the former manpower of the hospital got there new home. This was necessary because they could not, or would not, return into there former homeland.

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