Titelaufnahme

Titel
Neurophysiological correlates of cognitive processing modes in creative thinking / Emanuel Jauk
Weitere Titel
Neurophysiological correlates of cognitive processing modes in creative thinking
Verfasser/ VerfasserinJauk, Emanuel Valentin
Begutachter / BegutachterinNeubauer Aljoscha
Erschienen2011
Umfang99 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kreatives Denken / Neurophysiologie / Kreatives Denken / Neurophysiologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25558 Persistent Identifier (URN)
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Neurophysiological correlates of cognitive processing modes in creative thinking [6.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die von Guilford (1956) getroffene Unterscheidung konvergenter und divergenter Denkprozesse hatte einen prägenden Einfluss auf die empirische Kreativitätsforschung. Neurophysiologische Studien konnten vielfach ereignisbezogene Synchronisation (ERS) im EEG - Alpha-Band nachweisen (z.B. Fink et al., 2009). Die vorliegende Studie untersucht, ob dieser Effekt auch bei Verwendung der gleichen Aufgabe für beide Verarbeitungsmodi (konvergent vs. divergent) gefunden werden kann.Einer Stichprobe von N = 55 Schülern wurden sowohl klassische Aufgaben zum divergenten Denken als auch von Benedek (2009) verwendete Assoziationsaufgaben, welche eine elementar-kognitive Leistung im kreativen Denken reflektieren, in einer konvergenten (?möglichst normal?) und einer divergenten (?möglichst ungewöhnlich?) Bedingung vorgegeben.In beiden Aufgaben wurden die im divergenten Verarbeitungsmodus gegebenen Antworten als signifikant origineller beurteilt als jene die im konvergenten Modus gegeben wurden. Es konnte gezeigt werden, dass im Vergleich von Referenz- und Aktivierungsphase in beiden Aufgaben stärkere ereignisbezogene Synchronisation im Alpha-Band in der divergenten Bedingung auftritt. Die differentiellen Effekte für Personen niedrigerer und höherer Kreativität weisen auf die besondere Rolle frontaler kortikaler Areale hin.Dieses Ergebnis steht in Einklang mit neurophysiologisch orientierten Erklärungsmodellen kreativen Denkens (bspw. Martindale, 1999) und erweitert die bisherige Forschung insofern, als dass die Verwendung verschiedener Aufgabentypen als Ursache für die häufig beobachtete Alpha - Synchronisation für die vorliegenden Daten ausgeschlossen werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The distinction between convergent and divergent cognitive processes given by Guilford (1956) had a strong influence on the empirical research on creative thinking. Neuroscientific studies of creativity could find higher event-related synchronization (ERS) in the EEG alpha rhythm for individuals engaged in divergent compared to convergent thinking tasks (e.g. Fink et al., 2009). This study examined, whether these neurophysiological effects can also be found when using the same type of task for measuring both cognitive processing modes (convergent vs. divergent) by means of a variation in the instruction.In a sample of N = 55 pupils, a well-known task on divergent thinking as well as a novel associative task, which reflects an elementary-cognitive process in creative thinking (Benedek, 2009), were administered during EEG recording. Participants ran through both tasks in a convergent (?find the most usual solution?) and a divergent (?find the most unusual solution?) condition.The answers given in the divergent condition were rated significantly higher on originality than those given in the convergent condition. It could further be shown that, in both tasks, divergent cognitive processing involves stronger ERS than convergent processing. The results for individuals of lower and higher creativity point to the particular role of frontal cortical areas in creative cognition.These findings stand in line with theories on the neurophysiological basis of creative thinking (e.g. Martindale, 1999) and provide further support for the supposed relationship between ERS and creative thinking. This phenomenon can now better be associated with cognitive processing modes than with general task characteristics.

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