Titelaufnahme

Titel
Frauen erleben Stadt : die Konstruktion der Geschlechterverhältnisse im öffentlichen Raum / vorgelegt von Maria Koch
Verfasser/ VerfasserinKoch, Maria
Begutachter / BegutachterinRolshoven Johanna
Erschienen2011
Umfang193 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Frau / Öffentlicher Raum / Frau / Öffentlicher Raum / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25523 Persistent Identifier (URN)
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Frauen erleben Stadt [2.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit setzt sich mit den Raumerfahrungen und dem Verhalten von Frauen im öffentlichen Grazer Stadtraum auseinander. Einleitend in das Thema dienen ein kurzer Überblick über die kulturanthropologische Stadtforschung und und ein historischer Abriss über die Entwicklung von Graz. Es wurden sechs Studentinnen zwischen zwanzig und dreißig Jahren zu ihrem Verhalten im Stadtraum befragt. Mental Maps, die von den Frauen angefertigt wurden, veranschaulichen die Selbstpositionierung der befragten Frauen in der Stadt.Durch eine Auseinandersetzung mit feministischen Theorien werden die Empfindungen und Raumerfahrungen der Frauen kontextualisiert. Anhand der Theorien kann festgestellt werden, dass es ein ?natürliches? Geschlecht und daraus resultierende Verhaltensweisen nicht gibt, sondern dass es sich um immer wieder (re)produzierte Rollenbilder handelt. Um die Schilderungen der befragten Frauen zu verstehen, dient ein historischer Abriss, durch welchen historischen Dispositionen der Verhaltensweisen der Frauen gezeigt werden können.Einige Frauen äußerten Unsicherheiten, die sie im öffentlichen Grazer Raum empfinden. Feministische Auseinandersetzungen mit Raum und Geschlecht zeigen, dass nicht in erster Linie der öffentliche Raum für Frauen gefährlich ist, sondern der persönliche und familiäre Nahbereich. Die Unsicherheiten von Frauen im öffentlichen Raum werden als eine gesellschaftliche Konstruktion verstanden, durch welche bestehende Geschlechternormen gefestigt werden. In der Interviewanalyse kommen die Frauen selbst zu Wort. Obwohl das Verhalten der Frauen sehr unterschiedlich ist, können bestimmte Motive der Raumnutzung und (Un)Sicherheiten herausgearbeitet werden. Es wird anhand der Interviewanalyse deutlich, wie die Bezugssysteme ?Geschlecht? und ?Stadt?, einerseits durch Diskurse, andererseits durch unser Handeln reproduziert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis deals with the question how women experience urban space. At the beginning, a short overview of cultural anthropological discussions about space and an abstract about the development of the city of Graz should provide a framework for the further analysis.To understand women's emotions and feelings in the city, six qualitative interviews with women between the age of twenty and thirty years were made. These interviews can be seen as the basis for my conclusion.Some women voiced insecurities when they are on their way through the city, especially by night. To put these statements into a context, a focus on feminist theories should show the coherence of gender and the behavior of women in urban space. In urban space gender relations become manifest and its rules have an impact on the people living in it. Further feminist theories show the affect of standardized gender roles on the people in a society.A historical overview of the role of women in the city should clarify dispositions which influence the attitude and (in)securities of women even today.Essential for the analysis is also the discussion about gender and space which demonstrates that not the public space is dangerous for women but the private sphere. Additionally this fact can illustrate that insecurities in urban space are a social and cultural construction that hardens gender relations.In the second part of the thesis the women themselves should speak with their own words. Although their behavior and their occupancy of space differ significantly, motives could be found by which the feelings of women in Graz could be illustrated and put into a context. It could be shown, how the frames of reference ?city? and ?gender? are reproduced through discourse, historical dispositions and acting in urban space.