Titelaufnahme

Titel
Verständigungsorientiertes Sprachhandeln in interkulturellen behördlichen Kommunikationssituationen / vorgelegt von Marlies Marbler
Verfasser/ VerfasserinMarbler, Marlies
Begutachter / BegutachterinPortmann Paul
Erschienen2011
Umfang142 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Behörde / Gespräch / Kulturkontakt / Sprachhandeln / Behörde / Gespräch / Kulturkontakt / Sprachhandeln / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25234 Persistent Identifier (URN)
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Verständigungsorientiertes Sprachhandeln in interkulturellen behördlichen Kommunikationssituationen [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Verständigungsorientiertes Sprachhandeln in interkulturellen behördlichen KommunikationssituationenvonMarlies MarblerArbeitsgespräche zwischen AgentInnen, als VertreterInnen von Institutionen, und KlientInnen gelten gemeinhin als problematisch. Dieser Umstand lässt sich auf die Besonderheiten dieses Gesprächstyps zurückführen: asymmetrische Beziehung der TeilnehmerInnen, Aufeinandertreffen von lebensweltlichen Erfahrungen und institutioneller Verwaltung, Mündlichkeit in der Erzählung von Ereignissen auf Seiten der KlientInnen und Verschriftlichung, Einhaltung und Exekution von Gesetzesvorschriften auf Seiten der AgentInnen, das Aufeinandertreffen von Laienwissen und ExpertInnenwissen (vgl. u. a. Porila/ten. Thije 2007: 4, Becker-Mrotzek 2001: 1509, Riehle 2001: 86). Eine zusätzliche Erschwernis für das Gelingen eines Gesprächs innerhalb dieses Kontextes stellt natürlich die Tatsache dar, dass nicht alle Klienten/Klientinnen Deutsch als Muttersprache sprechen. Ziel dieser Arbeit ist daher die Untersuchung von interkulturellen behördlichen Kommunikationssituationen im Hinblick auf verständigungsorientiertes Sprachhandeln von Seiten des Agenten/der Agentin, der/die laut Porila (2006: 3) als ?Mittler zwischen Klient und Institution? auftreten kann.Für die Überprüfung der Hypothese wurden acht Gespräche zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und ?einheimischen? AgentInnen in einer behördlichen Einrichtung in Graz auf Tonband aufgezeichnet und anschließend transkribiert. Das so erstellte Gesprächskorpus wurde anhand folgender Kriterien analysiert: Einsatz von reformulierenden Handlungen, Eingehen auf Rückmeldungen nach Pausen, Zulassen von Erzählen im Gespräch und Achtsamkeit in Dolmetschsituationen.

Zusammenfassung (Englisch)

Intercultural communication with authoritiesbyMarlies MarblerThe topic of this empirical study in its present form is intercultural communication with authorities. In general, communication with authorities is provided with conflicts, because of the specifics of this situation: asymmetrical relations between the authority employee and client, expert knowledge meets knowledge from non-professionals, speech clashes with writing (cf. Porila/ten. Thije 2007: 4, Becker-Mrotzek 2001: 1509, Riehle 2001: 86). Additionally, not all clients are native German speakers.Therefore, the purpose of this project was to find out if the authority employee uses certain strategies to improve the atmosphere of the communication and to reduce the potential for conflicts. To answer this question, 8 conversations between clients with migrant background and authority employees were recorded on tape and afterwards transcribed.After analyzing the data some helpful practices have been ascertained. It helps the client to understand the experts knowledge, if the authority employee reformulates it into knowledge for non-specialists. Furthermore, it is of particular importance to show awareness about client feedback, especially after breaks during the conversation. Moreover, permit narration by clients because this builds basic confidence with the institution. In the end, the authority employee is responsible for seeing that children dot not interpret for their parents.