Titelaufnahme

Titel
Vom Söldner zum Free-Lancer : eine rechtshistorische Analyse von den Maximilianischen Reformen bis in die Gegenwart / verfasst von Anja Schöggl
Verfasser/ VerfasserinSchöggl, Anja
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer Anita
Erschienen2011
Umfang91 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Söldner / Geschichte / Söldner / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25221 Persistent Identifier (URN)
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Vom Söldner zum Free-Lancer [1.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Thema dieser Diplomarbeit dreht sich um die Faszination des Söldnerwesens. Unzähligen Quellen zufolge kann das Söldnertum bis in die Antike zurückverfolgt werden. So streiten einige Autoren, was denn wirklich das älteste Gewerbe der Welt sei: Huren oder Söldner. Tätig waren beide jedenfalls bereits vor der Einführung des Geldes. Geografisch fokussiert sich die Arbeit auf Deutschland und Frankreich, betrachtet das Söldnerrecht aber auch aus einem breiteren Kontext. Hochkonjunktur erlebte das Söldnerwesen schließlich unter Maximilian I. zur Jahrhundertwende des 15./16. Jahrhunderts. Nicht nur die Kodifizierung kann beobachtet werden, sondern auch die Entwicklung der Regimentsämter sowie des Verfahrensablaufes generell. Aufgrund dieser bedeutsamen Entwicklungen konzentriert sich auch ein großer Teil dieser Arbeit auf die Blütezeit der Landsknechte, beginnend unter Kaiser Maximilian I. und seinen Reformen, endend etwa um 1648. Mit dem Ende des 30-jährigen Krieges stirbt auch das Landsknechtwesen, man spricht fortan wieder vom Söldnertum. Obwohl sich das Landsknecht ? und Söldnerrecht in diesen gut 150 Jahren sehr rapide entwickelt hat, kommt diese Entwicklung im auslaufenden 17. und 18. Jahrhundert zum Stillstand. Erst mit der Einführung des Konskriptionssystems, der Französischen Revolutionen und den Anfängen der allgemeinen Wehrpflicht fand das Söldnerwesen rechtshistorisch wieder mehr Berücksichtigung. Eine zweite Blütezeit gibt es mit dem Beginn der Kolonialzeit im 19. Jahrhundert, was zu einer Söldnerknappheit in Europa führte. Völkerrechtlich verbindliche Normen das Söldnerwesen betreffend wurden erstmals am Beginn des 20. Jahrhunderts kodifiziert. Im Laufe der Jahrzehnte versuchte man, konkret auf die bestehende Problematik mit zahlreichen Resolutionen, Konventionen und Bestimmungen im nationalen Recht einzugehen. Bis heute ist diese allerdings nicht abschließend geklärt.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of this diploma thesis is about the fascination of mercenary soldiers. According to reams of sources, mercenary soldiers have already existed in the ancient world. Some authors discuss about what really is the oldest business of the world: Mercenary or prostitution? One thing can be said doubtless: Both have already existed before the implementation of money.Mercenary soldiers had their consumer boom during Emperor Maximilian I of Austria, at the turn of the centuries 15th to 16th. In front of all, during the 16th century the law of lansquenets develops quite fast. We can observe the codification, the development of the regiment bureaus and the advancement of the process flow. The zenith of the lansquenets ranges from the reforms of Emperor Maximilian I. of Austria to the end of the Thirty Years? War. Parallel to the end of this war, the age of lansquenets dies. Even if the law of lansquenets has developed that fast, at the end of the 17th and the 18th century, this development comes to a holdup. The introduction of the so-called ?conscription-system?, the French Revolution and the beginning of the compulsory military service, leads to more importance again of the mercenary soldier law. A second boom started with the beginning of the colonial era that led to a lack of mercenary soldiers in Europe.Authoritative and binding rules of international law concerning the problem of mercenary soldiers have been introduced at the beginning of the 20th century first. By decades, international organizations as well as governments and other institutions tried to fix binding rules and binding law to get this problem under control. A lot of resolutions by the Security Council as well as the General Assembly of the United Nations, conventions and rules of national law concern that problem but until nowadays, this problem is not terminally solved.