Titelaufnahme

Titel
Grundpositionen der Religionskritik anhand ausgewählter Philosophen : (eine religionsphilsophische Untersuchung) / vorgelegt von Markus Dörffel
Weitere Titel
Basic positons of religious criticism on the basis of selected philosophers. (A religious-philosophical study)
Verfasser/ VerfasserinDörffel, Markus
Begutachter / BegutachterinGrabner-Haider
Erschienen2010
UmfangVII, 96 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Holbach, Paul Henri Thiry d' / Russell, Bertrand / Religion / Holbach, Paul Henri Thiry d' / Russell, Bertrand / Religion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-25145 Persistent Identifier (URN)
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Grundpositionen der Religionskritik anhand ausgewählter Philosophen [0.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit ist aus der Perspektive eines agnostischen Atheisten verfasst und hat religionskritische Philosophen aus drei verschiedenen Epochen zum Thema. Deren Denkkonzepte werden durch eigenständige Überlegungen zum Gottesglauben abgerundet.Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. haben antike Denker die Werte und Glaubensvorstellungen ihrer Zeit in Frage gestellt und eine bemerkenswerte Religionskritik entwickelt. Xenophanes vertrat einen weitgehend unanschaulichen Gottesbegriff und meinte, die Menschen erschaffen sich die Götter nach ihren eigenen Vorstellungen. Laut Protagoras hat der Mensch keine Möglichkeit, über Existenz, Nichtexistenz oder gar Eigenschaften von Göttern zu entscheiden.Diese Arbeit setzt in der Antike an und entfaltet sich danach auf der Basis des Christentums. Neben den vorsokratischen Philosophen werden zwei atheistische Religionskritiker der Neuzeit thematisiert.Paul Thiry d?Holbach war ein französischer Aufklärungsphilosoph des 18. Jahrhunderts, der einen konsequenten Materialismus vertrat. Das Universum besteht demnach nur aus Materie und Bewegung, wobei die Bewegung nichts anderes ist als eine ununterbrochene Kette von Ursachen und Wirkungen. Da es außerhalb der Natur nichts gibt, existiert auch kein außerhalb der Welt stehendes göttliches Wesen. Seiner Auffassung nach schadet die Religion dem Menschen, während Naturerkenntnis und kritische Vernunft ein glückliches Leben ermöglichen.Bertrand Russell gilt als ein vielseitig interessierter Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Er bekannte sich ebenso zur kritischen Vernunft, lehnte blinden Dogmenglauben ab und sprach der Religion jeglichen logischen und empirischen Gehalt ab. Die Hauptgründe für den Glauben liegen seiner Meinung nach in der Angst sowie in der Erziehung der frühesten Kindheit. Was seine Ethik anbelangt, so vertrat er die Ansicht, dass nicht Gott oder die Natur bestimmen, was Gut oder Böse ist und worin gutes Leben besteht, sondern wir selbst.

Zusammenfassung (Englisch)

The present work is written from the perspective of an agnostic atheist and involves a selection of philosophers from three different epochs who harbored critical views of religion. Personal considerations on deism by the author complete their concepts of thought.As early as the 5th century B.C., philosophers have questioned religious values and views of their time and developed a noteworthy religious criticism. Xenophanes proposed that gods are a rather indistinct concept, since according to him people create deities according to their imaginations. According to Protagoras, humans do not possess the ability to interpret the existence or non-existence of gods and their (possible) qualities.Beginning with ideas from the antique, the author moves on to discuss voices opposing to Christianity. In addition to the pre-socratic philosophers the ideas of two atheistic religious critics of the modern times are discussed.Paul Thiry d'Holbach was a French Enlightenment-philosopher of the 18th century and a supporter of consistent materialism. In his view the universe consists only of matter and movement whereupon movement is nothing but a continuous string of cause and effect. Furthermore, since nothing exists beyond the physical world, a divine existence is not plausible. He also proposes that holding on to religion is harmful and that knowledge of nature and critical reasoning can provide a happy life.Bertrand Russell is a scientist of the 20th century with versatile interests. He was a proponent of critical rationality, rejected the blind following of a dogmatic faith and denied that religion has any logical or empirical content. According to his opinion, the main grounds for religious belief lie in feelings of fear and anxiety as well as indoctrination in the upbringing of children. Concerning his ethics, he was of the opinion that neither God nor nature determine what is good or bad, nor do they define a good life, but the individual himself.

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